“Der schwarze Jesus” gewinnt Präsidentschaftswahlen!

Eigentlich war das schon vorher klar. Schließlich sprach man von Anfang an davon, welch historischer Augenblick es wäre, wenn Barack Hussein Obama – übrigens verwandt mit dem kenianischen Ministerpräsidenten Raila Odinga und ehemaliges Mitglied der Weatherman Gruppe – als erster Schwarzer zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gekührt würde. Zbigniew Brzeziński, der Berater und vermutlich auch Lenker Obamas, hätte es nicht besser machen können. Obamas scheinsoziales Programm und sein vermeintlicher Pazifismus – welcher bei näherer Betrachtung nichts weiter darstellt als Schall und Rauch. Schließlich ist Obama nach eigenen Aussagen nicht gegen “jeden Krieg”, sondern gegen “dumme Kriege”, wobei das Wort “dumm” sicherlich recht dehnbar sein dürfte. So spricht sich der frischgebackene US-Präsident für einen Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak – in welchem es ja nicht sonderlich gut und nach Plan läuft – aus; aber natürlich erst, wenn sich die Lage beruhigt hat. Bis dahin muss sich das US-amerikanische Finanzkapital sicherlich keine weiteren Sorgen um eine wichtige und effektive Öl-Quelle machen.

 

Sonderbar deeskalierend zu Anfang aber dafür umso agressiver zum Ende meint Obama über die Bekämpfung der Taliban, dass es besonders wichtig wäre, jene anzugreifen und zu bekämpfen, auch ohne Zustimmung der Nation, in welcher die Taliban sich befinden. Damit setzt sich nun auch der nächste Präsident über die Köpfe ganzer Völker hinweg. Für uns Deutsche ist dabei interessant, dass es somit nicht unwahrscheinlich erscheint, dass das Personal an “Wiederaufbautruppen” der Bundeswehr in Afghanistan aufgestockt werden muss. Natürlich nur zu Diensten im Kampf gegen den globalen Terrorismus. Die Krone setzt sich Obama mit seinen öffentlichen Stellungnahmen in Bezug auf Pakistan auf. Dieses will er nämlich zwecks “Terrorbekämpfung” bombardieren.[1]

Beim Thema Iran gibt Obama vor, Verhandlungen und Diplomatie einleiten zu wollen. Natürlich nur unter der Bedingung, dass der Iran das tut, was die Weltpolizei diktiert. Somit schließt auch Obama einen militärischen Schlag nicht aus, sollte der Iran seine “Produktion atomarer Waffen” nicht unverzüglich einstellen. Ansonsten könnte es in Teheran bald kräftig rauschen, ebenso wie es seinerzeit in Bagdad rauschte, als der Irak einfach nicht mit seiner “Anfertigung und Lagerung von Massenvernichtungssprengkörpern” – auch wenn diese bewiesenermaßen nur den Köpfen britischer Studenten entsprungen sind – aufhören wollte. Ein Glück, dass auch Obama seine Rolle, uns alle zu schützen, so unsagbar ernst nimmt.

Sozial gesehen mimt Obama den schwarzen Bismarck. Ein wenig hier schrauben und ein wenig dort schrauben, um die Arbeiterklasse und die Unterschicht zu beschwichtigen. So spricht er sich unter anderem für eine allgemeine Krankenversicherung aus und gibt vor, kleinen Unternehmen unter die Arme greifen zu wollen. Einige böse Zungen der USA beschuldigten Obama daraufhin übrigens des “Sozialismus”. Darüber soll sich aber doch jeder seine eigene Meinung bilden. Trotzdem macht ihn das zumindest, im Gegensatz zu McCain, zum kleineren Übel; davon ausgehend, dass er seine Versprechen auch einhält, was Politiker ja bekanntlich nicht ganz so gut können. Dabei sehen wir bereits davon ab, dass Obama klammheimlich versichert, die Kohlekraftwerke in den Ruin zu treiben, was logischerweise für hohe Arbeitslosenzahlen und Energiekosten sorgen wird.[2]

Außerdem setzt sich Obama für die Nutzung von Biotreibstoffen ein und ködert so teilweise erfolgreich die Umweltschützerfraktion in den USA.[3] Leider wird dabei gern vergessen, dass diese heikle Idee eine Zunahme von Kosten für Nahrungsmittel in den USA zur Folge hätte. Jeder von uns weiß, dass es einem Lebewesen gar nicht gefällt, wenn es an Nahrung mangelt…

Es ist also Obamas schwammige Antikriegshaltung und seine augenscheinliche soziale Ader, gekoppelt mit ein bisschen Ökogerede, die ihn innerhalb der westlichen Wertegemeinschaft so beliebt macht. Als Obama am 17. Juni dieses Jahres in der Hauptstadt Berlin vor etwa 200.000 Menschen seine Reden hielt, wurde er mit unerträglichem Eifer gefeiert. Obama gilt als “Weltverbesserer”, obwohl er sich programmatisch nicht großartig von den anderen Präsidenten in der Reihe unterscheidet. Viele Menschen sind offensichtlich nur auf den Zug der Euphorie aufgesprungen, ohne in Wahrheit jedoch auch nur einen Hauch von Ahnung zu haben. Auf diese Weise schafft es der immer nett grinsende Obama, eine Massenbewegung nach – man könnte beinahe sagen – faschistischem Vorbild zu formen. Anders als bei Bush, welcher vor allem in Europa als verhasst gilt.

Die Beweihräucherung Obamas nimmt so teilweise schon perfide Züge an. Obgleich das Zwei-Parteien-Monopol in den USA eine wirkliche Änderung gar nicht zulässt, glauben viele Leute, mit Obama sei nun ein entscheidener Wendepunkt eingetroffen. Hat das kopernikanische Zeitalter begonnen? Für einige scheint Obama tatsächlich eine religiöse Figur darzustellen. Cornal Garnett Henning, der das kirchliche Amt des Bischofs bekleidet, spricht von einem “neuen Moses”. Andere nennen Obama den “schwarzen Jesus“. In diesem Youtube-Video glaubt eine Frau, dass sich alle ihre Probleme nach der Wahl Obamas in Luft auflösen werden. Obama wird ihr helfen, so wie Jesus den Kranken geholfen hat.

All das klingt äußerst seltsam. Schon lange wurde nicht mehr so ein riesiger Trubel um einen Präsidentschaftskandidaten gemacht, wie um Barack Obama. Anders als bei Bush, hat Obama nun eine sehr große Menschenmasse um sich, die ihn förmlich vergöttert.
Dies wiederrum lässt aber schnell den Schluss zu, dass Obama nichts weiter ist, als eine willenlose Marionette, genauso wie G.W. Bush es seinerzeit war. Obama ist der Schnuller für das quängelnde Volk der USA und wird vom System gerade im rechten Augenblick eingesetzt. Mit ihm wird es möglich sein, den US-Imperialismus weiter auszubauen. Denkbar ist ein Abzug einiger US-Marines aus dem Irak. Denkbar ist aber ebenso eine Wiedereinsetzung selbiger Marines auf einen anderen “Battleground”. Dabei kommt natürlich vor allem der Iran in Frage.

Wir werden sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt. Aber eines wissen wir schon jetzt: Ein positives Ende ist auch mit Obama an der Spitze nicht denkbar!

Aktionsgruppe Ruhr-Lippe

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[1] Quelle

[2] Quelle
[3] New York Times

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