Als nächsten Redner konnten wir den bekannten Buchautoren und Aktivisten der Erlebnisgeneration Herbert Schweiger für den Antikriegstag gewinnen. Schweiger, der 1943 zum SS-Untersturmführer ernannt wurde und 1945 in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet, ist heute einer der bekanntesten nationalen Aktivisten in Deutschland.
Herbert Schweiger ist der Vorsitzende der „Deutsch-Russischen Friedensbewegung europäischen Geistes e.V.“ und setzt sich seit Jahren für eine Achse Berlin-Moskau ein, um so ein Gegengewicht zum US-Imperialismus zu bilden. So schreibt er zu seiner Person und seinen Erfahrungen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Volk in Bewegung“ u.a.:
Es war im Juli 1941, als ich das erste Mal russischen Boden betrat. Ich hatte mich kriegsfreiwillig gemeldet, weil ich wusßte, daß die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus zu einem Ringen auf Leben und Tod werden würde. Meine Generation war sich damals völlig im klaren darüber, was passiert wäre, wenn wir Stalins Sturm auf Europa nicht in letzter Minute zuvorgekommen wären: Eine Bolschewisierung Europas bis zum Atlantik hätte, ähnlich der russischen Revolution, Millionen Menschen Tod und Verderben gebracht!
Trotzdem sieht er in einem Bündnis zwischen Deutschland und Russland eine Zukunft für Europa:
Das zustande kommen einer solchen Achse würde in erster Linie die Auflösung der NATO und dem entsprechend das Ende der Versallenabhängigkeit von den USA bedeuten. Ob Russland und
Deutschland zu Militärverbündeten werden, wie es im 19. Jahrhundert war, ist offen; aber die heutige Politik der Beteiligung Deutschlands an der Einkreisung Russlands durch neue NATO-Mitglieder muss ein Ende haben.
Wir freuen uns sehr, Herbert Schweiger am 6. September 2008 in Dortmund begrüßen zu dürfen!
