Seit Beginn des Monats Juli diesen Jahres herrscht in dem nördlichen Teil Georgiens Kriegszustand. Dieser Teil, der geschichtlich gesehen schon immer von Osseten bewohnt wurde, gehört völkerrechtlich zu Georgien, wird aber weitestgehend als ,,De-Facto“- Regierung bezeichnet. Bereits Anfang der 90er Jahre, nach einem Krieg mit Georgien selbst, erklärte man seine Unabhängigkeit. Merkwürdig dabei: Als Albaner in Serbien ihre Unabhängigkeit erklärten und den Kosovo ausriefen, erkanten kurzerhand alle Machtstaaten diesen Zustand an. Ein Volk wie das der Osseten, welches seit dem 5. Jahrhundert in dieser Region lebt, und kriegerisch erfolgreich um sein Land kämpfte, diesem wird das Recht auf Unabhängigkeit versagt. Warum?
Georgien ist beispielsweise im Irak Verbündeter der USA, und verfügte bis gestern über das drittgrößte Truppenkontingent vor Ort. 2.000 Elitesoldaten, wovon mindestens 1.000 bereits den Rückweg nach Tiflis, der georgischen Hauptstadt, angetreten haben, waren im Irak stationiert. Der georgische Präsident, Micheil Saakaschwili, hat des weiteren bereits offiziell um die Unterstützung der Vereinigten Staaten gebeten, denn die Sicherheit Georgiens wäre auch das Interesse der Amerikaner. Während die Osseten Russland als Sprachrohr benutzen, führte Micheil Saakaschwili bis dato lediglich Interview mit amerikanischen Sendern, wie beispielsweise CNN, durch.

Diese Nähe zu den USA ist nicht unbegründet, und die Forderung nach Hilfe für das Land nicht unüblich. Die Gründe allerdings sind nicht humaner Natur, sondern wirtschaftlicher. Die USA ist der größte Entwicklungshelfer Georgiens, sponserte durch Weltbank und verschiedene Fonds den Aufbau des Landes seit Anbeginn der 90er. Auch das nicht ohne Grund: Durch die direkten Grenzen zum verfeindeten Russland, ist Georgien geradezu predistiniert für die USA. Seit vielen Jahren bereits arbeitet die USA an einer Abschirmung Russlands, indem man benachbarte Staaten unterstützt, und Luftbasen sowie andere militärische Einrichtungen, vorrangig Luftabwehrstationen, dort errichtet. So wie man Russland ringsherum belagert, belagert man auch Israel. Nur sind jene ,,Abwehrstationen“, die auch gerne zum direkten Angriff benutzt werden können, im Nahen Osten von Israel weggerichtet, hin auf benachbarte Feinde. Als Israels stellvertretender Premier Shaul Mofaz vor wenigen Tagen den Iran als ,,Wurzel alles Bösen“ hinstellte, war es sofort die Sprecherin von Herrn Bush, die härtere Sanktionen gegen den Iran forderte, an anderer Stelle betonte man ausdrücklich, dass konventionelle iranische Geschosse leichte Beute für us-israelische Abwehrschirme seien. Erst vor wenigen Tagen führten Amerikaner und Israelis einen neues gemeinsamen Raketenabwehrschirm ein, der Israel langfristig mit modernster Technik schützen würde. Deutschland hatte bereits in den letzten Jahren ihren Soll erfüllt, und hochmoderne U-Boote mit nuklearer Technik an Israel ausgeliefert. Ähnlich wie mit Israel, wird es nun mit Georgien ablaufen. Natürlich kann man trotzdem nicht beide Länder in einem Atemzug nennen, wenn man von amerikanischer Solidarität spricht. Sind es bei Georgien finanzielle und machtstrategische Interessen die die USA zum Einschreiten verleiten werden, ist die Unterstützung Israels eher kontraproduktiv hinsichtlich von Wirtschaft, Macht und Kapital. Umso fragwürdiger wieso ausgerechnet dieses Land derartige Solidarität zu spüren bekommt.
Für Außenstehende ist in Israel hingegen eines klar: Der Besatzer heißt Israel, die Vertriebenen sind Palästinenser, welche seit Jahren teilweise auf unmenschlicher Weise in Flüchtlingslagern im Libanon sowie in Jordanien leben. In Georgien ist dies nicht so einfach auszumachen. Gerade im Kaukasus sind die verschiedenen Völker, sowie die geschichtlichen Völkerwanderungen, nur sehr schwer auszumachen. Daher ist es schwer zu sagen, in wie fern Osseten ein Anrecht auf Unabhängigkeit haben. Die Tatsache, dass 80% der Einwohner Südossetiens russische Pässe besitzen, darf kein Grund für die Annahme sein, eine Abspaltung von Georgien wäre gerechtfertigt. Denn auch Deutschland hat bereits heute Ballungsgebiete und Stadtteile, die durch reine Überfremdung in wenigen Jahren zu Großteilen in nicht-deutsche Kontrolle geraten sind. Hier handelt es sich nicht um vergangene Völkerwanderungen, oder ein Anrecht auf dieses Land seitens südländischer Volksgruppen, sondern um eine systematisch herbeigeführte Entwurzelung und Masseneinwanderung zur Zersetzung des deutschen Volkes. Das Endziel jener Zersetzung wird ebenfalls, wie in Serbien und nun in Georgien, die Unabhängigkeit von fremden Volksgruppen auf deutschen Territorium sein. Wie schnell man dort dann diese Unabhängigkeit international anerkennt, ist nicht fraglich, sondern bereits gewiss.
Doch egal aus welchen Gründen Georgien, Südossetien und Russland im Krieg versinken, die USA hatten, haben und werden auf ewig auch dort ihre Fühle ausgestreckt haben um fortwährend Streit, Neid und Hass zu schüren. Denn dies sind die Faktoren die die USA auf ihrem fortlaufenden Kriegsmarsch durch die Welt benötigt. Einen Krieg kann man nun mal nicht immer auf Basis nuklearer Forschung oder vorgeschobenen Terrorismus-Vorwürfen begründen. Mag dies in der Vergangenheit auch mehr als einmal geklappt haben, so wird die Welt, mag es noch Zonen geben die nicht derart amerikanisiert und fehlgeleitet sind wie europäische Regierungen, dies nicht ewig schweigend hinnehmen.
Wir schauen nun vorerst gespannt auf Georgien, das Eingreifen der USA, sollte es kommen, wird so wegweisend für die Zukunft sein, wie die Aussagen eines englischen Premierministers namens Winston Churchill während des zweiten Weltkrieges an einen Beauftragten des deutschen Widerstandes. Diesem schrieb Churchill einst: ,,Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des Deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt“. So wenig sind die Osseten die Feinde der USA, so wenig waren und sind die Palästinenser Gegner der amerikanischen Hilfstruppen, und so wenig waren die einstig intakten Völker aus Afghanistan, dem Irak, Vietnam und vielen anderen Ländern direkte Gegner des US-Imperialismus. Sie waren nur ein Opfer, auf dem Weg zu ,,höheren“ Zielen. ,,Höher“ nur für internationale, imperialistische Machtinteressen, jedoch in unseren Augen minderwertige Gründe, die niemals hätten ein Vorwand sein dürften ganze Völker zu spalten, zu zersetzen und zu ermorden.
Umso wichtiger ist heute der europäische Widerstand, umso wichtiger wird in der Zukunft ein starkes Europa, als Gegenpol zur Achse New York – Tel Aviv. Wir müssen begreifen, dass jene Anti-Terror-Kriege und Weltverbesserungsaktionen, welche von europäischen Einheiten willig unterstützt werden, nicht im geringsten das Interesse unserer Völker vertreten.
So ist es endlich an der Zeit ein Zeichen zu setzen gegen Aggressions- und Angriffskriege in aller, begangen durch ein und die selbe Macht. Was man früher unserem Land fälschlicherweise unterstellte, um es moralisch für alle Zeit ins Abseits zu drängen, ist heute Haupteigenschaft der amerikanischen Weltpolitik.
Der Krieg in Georgien untermauert unsere Thesen, sollte es auch zu keinem direkten amerikanischen Eingreifen kommen. Aus zeitlicher Nähe heraus wird der Antikriegstag, der am 06. September in Dortmund stattfindet, umso notwendiger.
Wir rufen daher auf, sich großflächig an diesem zu beteiligen, sowie im Vor- und Nachfeld dieses Thema intensiv zu bearbeiten. Öffentlich und intern.
Auf zum Antikriegstag – Gegen Imperialismus und die amerikanische Vormachtsstellung!
Quelle: Freier Nationalist aus Gladbeck auf www.ag-ruhr-mitte.info
