Dortmund: Vierter nationaler Antikriegstag ohne Probleme durchgeführt

Am 06. September jährte sich bereits zum vierten Mal die nationale Antikriegstagsdemonstration freier Nationalisten aus Dortmund. Nach zuletzt stetig anwachsenden Teilnehmerzahlen war die Herausforderung dies nun noch einmal auszubauen groß.

So betrieb man eine aufwendige und langfristige Vorbereitung zur Thematisierung des Imperialismus und zur Kriegstreiberei der internationalen Hochfinanz, die seit 1939 die freien Völker der Welt militärisch, wirtschaftlich und moralisch bekämpft.

Eine interne Mobilisierungsveranstaltung samt Rednern [siehe hier], sowie eine Vorabendkundgebung [siehe hier] zählten zu den größten Vorfeldaktionen. Mit mehr als 2.000 gehangenen Plakaten, 25.000 verklebten Aufklebern, sowie 35.000 verteilten Flugblättern wurde aber auch dem Bürger genügend Möglichkeit geboten sich vom ,,Antikriegstagsdenken“ der selbsternannten Demokraten zu lösen, welche seit Begehen des Tages lediglich den deutschen Verteidigungskrieg gegen Polen thematisieren, anstatt die Aggressions- und Angriffskriege von Amerikanern und Israeliten zu verurteilen.

Über einzelne Aktionen in den verschiedenen Städten gibt eine Zusammenfassung auf antikriegstag.org Aufschluss.

Anreise zur Demonstration
Nachdem auswärtige Antifaschisten im Jahre 2007 am 1. Mai in Dortmund Bahnschienen blockierten bzw. zerstörten, und somit mehrere Zehntausend Bürger daran hinderten öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, waren in diesem Jahr bereits im Vorfeld genügend Ausweichmöglichkeiten geschaffen worden. Doch erwies sich dies als unnötig, da der erneute Versuch zur Beschädigung der Bahngleise beinahe peinlich scheiterte. Drei gestapelte ,,Euro-Paletten“, die man verzweifelt versuchte zu entflammen, sollten nicht genügen um die Bahnschienen, die aus hochwertigen Stahl gefertigt werden, zu zerstören. Auch bei 400 solcher Paletten hätte sich der Schaden doch sehr in Grenzen gehalten.

Einige Antifaschisten aus Wanne-Eickel und Herne beschränkten sich lediglich einen Zug mit vermutlichen Nationalisten anzugreifen. Zumindest behauptete dies das linke Portal Indymedia. Dies geschah allerdings 2 ½ Stunden vor Beginn des Treffpunktes am Dortmunder Stadthaus. Trotzdem war dank des frühen Indymedia-Beitrages nun genügend Zeit die Aktivisten aus dem Ruhrgebiet auf den Vorfall hinzuweisen. So sammelte man sich spontan bereits etwas früher gemeinsam an einem der betroffenen Bahnhöfe, um gemeinsam die gleiche Strecke zu durchfahren. Rund 150 Kameraden hatten sich eingefunden, und nutzten nun die Möglichkeit durch Flugblätter, Aufkleber und Plakate an verschiedenen Bahnhöfen auf sich aufmerksam zu machen. Auf Antifaschisten traf man hier nicht, ebenso wenig am Dortmunder Hauptbahnhof.

Nach unseren Informationen verliefen alle Anreisen durchweg problemlos. Lediglich Autobesitzer, ohne Ortskenntnis, hatten das Vergnügen direkten Kontakt zur Gegendemonstration zu bekommen. Schaden erlitt niemand, zumindest nicht auf Seiten der Nationalisten.

Ablauf
Die eingeplante Abmarschzeit konnte auch dieses Jahr leider nicht eingehalten werden. Anscheinend waren örtliche Polizeikräfte, die wohl aus allen Einsatzhundertschaften des Landes NRW bestanden, nicht in der Lage die Sicherheit zu gewähren, da man sich in Unterzahl sah. Genauere Informationen wird es sicherlich vom Veranstalter geben.

Die Zeit wurde aber genutzt um bereits einigen Rednern die Möglichkeit zu geben, die in der Umgebung befindlichen Wohnungen mit Informationen zum heutigen Geschehen zu versorgen. So sprachen Herbert Schweiger, der bekannte nationale Publizist, sowie der süddeutsche Aktivist Gottfried Küssel. Besonders Herbert Schweiger wusste auf die wirklichen Hintergründe des internationalen Kapitalismus einzugehen, und eigentlich offensichtliche Zusammenhänge dem Bürger näher zu bringen. Seine Aussage war klar: Her mit einer neuen Geldordnung, weg mit Zins und Zinseszins. Aber auch Gottfried Küssel wusste mit durchdachten, aber auch provokativen, Passagen zu begeistern.

Nun bezog man langsam Aufstellung, verteilte Fahnen sowie Trageschilder, und machte sich zum Abmarsch bereit. Zu den genauen Zeitabläufen wird sicherlich auch der Veranstalter Stellung beziehen.

Die Demonstration kam bereits zu Anfang immer wieder ins Stocken, doch verlief es vorerst noch ohne Probleme. Nach ca. 1 bis 1 ½ Kilometern aber versuchten zwei übereifrige Polizisten immer wieder das Ende der Demonstration durch Fausthiebe und Tritte in die Beine nach vorne zu drängen. Ein älterer Herr, der nicht in der Lage war das Tempo der Polizisten zu halten, musste die Demonstration verübergehend verlassen, konnte dann aber von jüngeren Kameraden in die Mitte des Zuges geholt werden. Kurze Zeit später wurde ein Aktivist willkürlich von selbigen Polizisten festgenommen. Der Grund: Die Polizisten liefen derart schnell, dass sie immer wieder gegen die hinteren Reihen stießen. Als schließlich ein Polizist mit seinem Brustkörper den betreoffenen Kameraden nach vorne stieß, sah der benachbarte Polizist seine Chance dies als ,,Angriff“ des Kameraden zu werten. Er solle versucht haben dem Polizisten gegen den Brustkorb zu schlagen. Sofort stockte die Demonstration, und man wartete auf den Festgenommenen. Die Zeit nutzte man aus, um das Ende des Zuges neu zu formen. Mehre Ordner bildeten nun die letzte Reihe, hielten mehrere Meter Abstand zu den Demonstrationsteilnehmern und somit auch die Polizei auf Abstand.

Durch zwei schmale Unterführungen bot sich kurze Zeit später auch die Möglichkeit an die Teilnehmer das erste Mal zu zählen. Ergebnis: 1.340 Menschen.

Wenige Zeit später, nach ca. der Hälfte der Route, erreichte man den ersten Zwischenkundgebungsplatz auf dem Dortmunder Hellweg, einer der größten Straßen der Stadt. Hier sprach ein Engländer, sowie ein Tscheche, deren Reden von deutschen Kameraden übersetzt wurden. Nach einigen Musikbeiträgen und der Möglichkeit sich am Versorgungswagen zu erfrischen, ging es weiter Richtung Osten den Hellweg entlang. Auch hier gab es keine nennenswerten Zwischenfälle.

Nach ca. 1 ½ Kilometern auf dem Hellweg, führte man die letzte Zwischenkundgebung durch. Nun sprachen Christian Worch, ein Vertreter der autonomen Nationalisten aus den Niederlanden, sowie ein Vertreter des Bulgarischen Nationalbundes. Ob sich bereits hier darauf geeinigt wurde die Endkundgebung ausfallen zu lassen, kann vermutet werden, da alle Redner nun bereits ans Mikrophon getreten waren. Die Bahnstation ,,Körne-West“ war auch lediglich einige Hundert Meter vom Kundgebungsplatz entfernt, sodass lediglich eine Verabschiedung auf dem Endkundgebungsplatz stattfinden sollte. Kurz vor dem Einbiegen in den Platz allerdings kam es zu Übergriffen durch Polizeikräfte, die nun den Weg dorthin versperrten. Pfefferspray verhüllte in den vorderen Reihen die Sicht, viele Kameraden mussten an der Seite behandelt werden. Währenddessen versuchten die Polizisten einige Meter weiter hinten eine Schneise in die Demonstration zu ziehen, indem sie in die Kurve der Straße reindrängten, um somit den vorderen eingekesselten und angegriffenen Teil der Demonstration von den Übrigen zu trennen. Durch die Bildung von Personenketten konnte dies verhindert werden. Allerdings sei hier anzumerken: Wenn man eine Lücke in einer Kette lässt, um weiblichen Personen die Möglichkeit zu geben in der Mitte Schutz zu suchen, dann hat keine männliche Person diesen Frauen zuvor zukommen!! Wenn man mit einer derartigen Einstellung zu einer Demonstration kommt, sollte man doch lieber Zuschauer bleiben.

Nach einigen weiteren Minuten, in denen besonders die Medienleute und Ordner von den Polizisten ins Visier genommen wurden, löste man die Demonstration auf. Nach unseren Informationen kam es nun zu keinen Festnahmen mehr, ansonsten möge man uns berichtigen.

Die Abreise verlief, soweit wir wissen, auch ohne Probleme. Es folgte noch ein gemütliches Beisammensein von deutschen, französischen, bulgarischen und tschechischen Kameraden. Besonders erstaunt und begeistert war man, als die Franzosen zum Abschied den deutschen Kameraden ein Lied sangen. Es handelte sich um ein französisches Volkslied, welches einen hohen Stellenwert in Frankreich hat. Danach ließ man den Abend bei Diskussionen und ein paar Getränken ausklingen.

Gegendemonstrationen
Viel hatte man gehört seitens der Antifa, seitens des bürgerlichen Bündnis, oder den Stadtoberen, doch verhindern, oder auch nur behindern, konnten sie den gestrigen Antikriegstagsmarsch durch die westfälische Großstadt Dortmund nicht.

So verliefen bereits die Vorabendkundgebung, sowie vorangegangene Verteilaktionen, ohne Probleme. Bereits hier zeichnete sich allerdings das Unvermögen des ,,großen“ bürgerlichen Bündnis ab, welches in einer derart großen Stadt über verhältnismäßig wenig bis gar kein Mobilisierungspotenzial verfügte. So gesellten sich bei der Vorabendkundgebung lediglich einige wenige junge Israelfetischisten, zusammen mit den Grünen, an den Kundgebungsort.

Am darauffolgenden Tag verlief der antifaschistische Protest ähnlich mager. So waren lediglich an der Route wohnende Antifaschisten in der Lage in Sichtweite des Aufmarsches zu kommen. Die zur gleichen Zeit in der Innenstadt demonstrierenden Antifaschisten schafften es trotz üblicher Kleingruppentaktik nicht, auch nur den von der Polizei ihr zugewiesenen Raum zu verlassen. Insgesamt war die Gegendemonstration mit ca. 600 Menschen mehr als schlecht besucht.

Als abreisende Nationalisten im Anschluss an die Demonstration durch die Innenstadt mussten, weil die Polizisten in Körne nicht in der Lage waren eine zügige Abfahrt zu garantieren, traf man weder auf Antifaschisten, noch auf bürgerlichen Protest. Ein Abbild des Tages.

Bilanz
Die gestrige Demonstration kann in Sachen Vorbereitung, Vermittlung politischer Inhalte, Teilnehmerzahl, Organisation und konsequenter Durchsetzung des geplanten Ablaufes als voller Erfolg und Meilenstein im Westen betrachtet werden. Schwierig wird es nur, dies im folgenden Jahr noch einmal zu steigern. Aber wo ein Wille, dort ein Weg.

Freie Nationalisten Gladbeck

1 Antwort zu “Dortmund: Vierter nationaler Antikriegstag ohne Probleme durchgeführt”


  1. 1 NPD KV UNNA / HAMM September 8, 2008 at 4:14 pm

    Wir haben es schon an anderer Stelle gesagt, wiederholen uns aber gerne. Eine großartige Leistung der Organisatoren, von der man einiges lernen kann.
    Beeindruckend unser Kamerad Schweiger, der trotz seines Alters uns jüngeren ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen ist.
    http://www.npd-unna.de

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Demonstration

Wann? 05. September 2009!
Wo? Dortmund Stadthaus (S)!
Uhrzeit? 12:00 Uhr!

Aufruf

2001 begann in Afghanistan Amerikas Krieg gegen den „internationalen Terrorismus“.
[Den ganzen Aufruf lesen]

Aktionen

Wir werden versuchen so viel Werbung wie nur möglich für die Demo zu machen. Was wir alles gemacht haben erfahrt ihr hier.
[Aktionen zur Demo]

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