Im Westen einiges Neues…

Als uns am Mittwochabend die Mitteilung zukam, dass die Kameraden im Ruhrgebiet zu einer Demonstration aufriefen, die sich auf den rückfällig gewordenen Sexualstraftäter Hans-Peter Heinrich bezog, zögerten wir nicht lange sondern man machte sich mit einer kleinen Delegation aus Mitteldeutschland am Freitagabend auf den Weg.

Was war passiert?

Aufgrund einer, im BRD-Deutsch „Justizpanne“ genannten, ungenügenden Leistung der bundesdeutschen Verfolgungsbehörden kam der mehrfach straffällig gewordene Vergewaltiger und Kinderschänder Hans-Peter Heinrich, mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Eine Begebenheit, die man nur im freiesten Staat auf deutschem Boden seit 1945 vorfinden kann. Seine Schuld ist bewiesen und der Täter war geständig. Der 62-jährige Päderast und Sozialparasit Heinrich lebt seit dem wieder in seiner Privatwohnung in der Heisterkampstraße in Marl.

 

Es versammelten sich also am Sonnabendmittag rund 200 Deutsche, die es noch sein wollen um auf die Gegebenheiten aufmerksam zu machen und ihren Protest auszudrücken. Am Rande der Auftaktkundgebung fand irgendwas statt, was sich den Namen „Gegendemo“ gegeben hatte. Hier wurde unter anderem auch auf den bevorstehenden Trauermarsch in Dresden eingegangen. Gefordert wurde hier das Verbot der Veranstaltung und zum Besuch der Gegenveranstaltung aufgerufen.

Als ein Aktivist das „freie Mikrofon“ der Veranstaltung übernahm, nutzte dieser diese Möglichkeit um für die Veranstaltung in Dresden aufzurufen.

Was folgte war die Einkesselung von 6 Kameraden und die Feststellung der Personalien. Auf sie wartet laut Polizeiaussagen eine Anzeige wegen „Veranstaltungssprengung“. Ein Tatvorwurf, den es eigentlich nicht mal in der BrD geben dürfte.

Als die Kameraden „frei gelassen“ wurden, ging es dann gegen Mittag ohne nennenswerte Verspätungen los.

Kinderschänder an die Wand – Nationaler Widerstand

Wir zogen durch die Straßen von Marl, vorbei an Wohnhäusern, Dönerbuden und Tankstellen, wo uns durchweg positive Reaktionen entgegen gebracht wurden und man konnte hin und wieder auch beobachten wie sich Passanten in unseren Zug einreihten. Beim Ort der ersten Zwischenkundgebung angekommen nahm man Aufstellung im Halbkreis und so begannen die Redner und nahmen auf Bezug auf den Anlass der Veranstaltung.

Auch wurde ein kurzer Rückblick auf die Situation 2008 in Leipzig gegeben, wo eine ganze Stadt sich gegen den Mörder der kleinen Michelle gestellt hatte und die Medien nur von einem „Aufmarsch von Neonazis“ berichtet hatten und den Veranstalter als wichtiger bewerteten als das Thema selbst. Außerdem wurde der örtliche Staatsschutz ans Mikrofon gebeten und sollte erklären warum er diese Demonstration durch Unwahrheiten verhindern wollte. Bedauerlicherweise kam er dieser Aufforderung nicht nach.

Dann folgte Axel Reitz aus Köln der das Tabu des Themas Todesstrafe kritisierte und darauf einging dass wir in diesem Thema die Stimme der schweigenden Mehrheit darstellten.

Und wenn man Verständnis für Kinderschänder aufbringen sollte und meinte, dass eine Therapie da helfen soll könnte man auch gleich den Kleptomanen bitten das Klauen sein zu lassen.

Während der Rede näherte sich uns ein Zug der Antifa, der allerdings außer einigen optischen Aspekten nicht viel zu bieten hatte. Mit Pyro-Technik und einem sehr dürftig bemalten Stück Stoff bewaffnet wurden sie dann allerdings von Team Grün gestoppt, so dass ein Eingreifen unsererseits nicht nötig war.

 Als diese kleine Einlage vorbei war beendete Axel Reitz die Rede und es ging weiter durch dicht bewohntes Gebiet bis zum Ort der zweiten Zwischen- kundgebung, dem Wohnheim wo Hans-Peter Heinrich untergebracht war/ ist. Im Laufe dieses Marsches erhielt die Veranstaltungsleitung einen Anruf, dass dieser wieder in seinem alten privaten Umfeld lebt und er angekündigt hatte, das Mädchen, welches er ins Gefängnis gebracht hatte, „mit einer Machete zu köpfen“.

Die Tatsache, dass er dennoch frei gekommen ist bedarf wohl keines weiteren Kommentares.

9 Millimeter für Hans Peter!

Für diesen Moment war dann nach den weiteren Redebeiträgen auch nichts weiter Erwähnenswertes passiert und man machte sich auf den Rückweg. Es wurde zudem noch eine Schweigeminute eingeschoben um den Marsch dann lautstark an der Polizeiwache vorbei bis zum S-Bahnhof Marl- Mitte zu Ende zu bringen.

Der Demo-Tag war damit beendet.

Der Fall Hans-Peter Heinrich noch lange nicht. Gestern berichteten die Kameraden von der AG Ruhr-Mitte dass Aktivisten die Flugblätter verteilten von der zivilen Bereitschaftspolizei angegriffen wurden und festgesetzt.

Nachrichten und Neuigkeiten zu diesem Fall, sowie einen etwas ausführlichen Demonstrations-Bericht mit Bildern findet ihr bei den Kameraden vom Koordinationsnetz Ruhr-Mitte.

2 Antworten zu “Im Westen einiges Neues…”


  1. 1 Landliebe 16. Februar 2010 at 20:05

    Sehr gute geschriebener Bericht!
    Es ehrt euch das Ihr so flexibel und Opferbereit seid, das ganze Wochenende einer so spontanenen Demonstration zu opfern.

  1. 1 Weimar - Blog - 08 Feb 2010 Trackback on 9. Februar 2010 at 21:15

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