
Die einen nennen ihn „Arbeiterkampftag“, andere bezeichnen selbigen als „Revolutionären Tag“. Die Rede ist vom 1. Mai. Der Tag, an dem sich jährlich viele tausend Menschen zusammenfinden, um ihrem Protest gegen soziale Ungerechtigkeit, wirtschaftliche Missstände oder gegen das System selbst Ausdruck zu verleihen.
Abseits der Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie organisierter Krawalle fanden im ganzen Bundesgebiet jedoch auch unabhängige, kritische Demonstrationen junger Menschen statt, die sich in erster Linie gegen die Ausbeutung der Arbeiter und für die Abschaffung des Euros beziehungsweise der Europäischen Union richteten.
Somit wurde auch in den Städten Speyer und Mannheim für letzteres demonstriert.
Das freie Netz Hessen berichtet:
In den frühen Morgenstunden fanden sich ca.300 politische Aktivist/innen in Speyer ein. Nach Personendurchsuchungen versammelten sich die Demonstranten zur ersten Kundgebung des Tages unter dem Motto „Wir zahlen – Brüssel kassiert, raus aus dem Euro“. Zu diesem Anlass wurden u.a. die Wiedereinführung der Deutschen Mark und Grenzkontrollen gefordert. Des Weiteren wurden die sogenannten Rettungsschirme für andere EU-Staaten angeprangert. Als Redner traten Markus Walter (NPD, RLP), Martin Krämer (JN, BW), Daniel Knebel (NPD Vorsitzender, Hessen), Jan Jäschke (Kreisvorsitzender NPD Rhein-Neckar) und ein freier Nationalist aus dem Südwesten auf. Der gesamte Verlauf war friedlich und frei von relevanten Störungen.
Nachdem wir nun beabsichtigt hatten, uns von Speyer aus nach Mannheim zu begeben, traten einige Komplikationen im Verlauf auf. So wurde uns eine direkte Fahrt mit der Bahn nach Mannheim aus „Gründen der Sicherheit“ verwehrt. Ersatzweise wurden die Versammlungsteilnehmer allesamt gebeten, sich in bereitgestellte Busse zu begeben. Als wir dieser Planänderung nachkamen, hielten es die Fahrer der Busse für angebracht, durch schmale Gassen zu fahren, um anschließend in einem Zaun einer Privatperson stecken zu bleiben – schließlich sei man nach dem Navigationssystem gefahren. Mit etlichen Stunden Verspätung kamen wir letztlich in Mannheim – Neckarau an.
Die Ankunft spiegelte eine recht fragwürdige Haltung der Störer zum Tag der Arbeit wieder. So erklang ironischer Weise das Lied „Arbeit nervt“ der Gruppe „Deichkind“ seitens der Gegendemonstranten. Während man in Speyer größtenteils dem Veranstalter das Feld Überlies, setzte sich zu Beginn der Demonstration in Mannheim, der antikapitalistische schwarze Block an die Spitze der Demonstration, welcher maßgeblich aus Aktivisten des Freien Netz Hessen bestand.
Nach einem kurzen Marsch wurde erneut Aufstellung genommen um eine Kundgebung durch zu führen, bei der Jan Jäschke (NPD Rhein-Neckar) in seiner Rede klare Worte zu den „undemokratischen Bündnissen der Einheitsfront“ fand. Eben diese Einheit in Form von Zusammenschlüssen etablierter Parteien und sonstiger, teils gewalttätiger Gruppierungen, denen dieser Tag scheinbar zu viel an freier Meinungsäußerung bot, waren auch für die rechtswidrigen Blockaden verantwortlich.
Als der Demonstrationszug sich wieder in Bewegung setzte, wurde man nach wenigen hundert Metern bereits von der Polizei Blockiert, welche uns jedoch zusicherte, dass man genügend Kräfte vor Ort hätte, um eine unrechtmäßige Blockade am anderen Ende der Straße auf zu lösen. Mehrfache Ankündigungen der Polizei, den Platz zu Räumen, wurden seitens der Gegendemonstranten ignoriert, weshalb sich die Polizei nicht im Stande sah, den reibungslosen Ablauf unserer Veranstaltung weiterhin zu gewährleisten.
In der darauf folgenden Zeit, ließen es sich Beamte des Anti-Konfliktteams der Polizei nicht nehmen, durch provokante Äußerungen und Handlungen gegenüber den Aktivisten des antikapitalistischen Blocks, die verständliche Wut der Demonstranten über das Vorgehen der Polizei zu steigern. Auch wurden mehrere Vorschläge der Aktivisten abgelehnt, die eine gewaltfreie Abreise über den Mannheimer Hauptbahnhof vorsahen, ohne Begründung abgelehnt.
Auch auf dem Rückweg zum Bahnhof Neckarau setzten sich die gezielten Provokationen der Polizei (Vor allem des Anti-Konfliktteams) fort, als Beispiele seien das ziehen am Fronttransparent, die Beleidigung einzelner Aktivisten oder ein betont langsames Marschtempo der Behörden genannt. Auch prügelten die Polizeibeamten, unter Zuhilfenahme des Schlagstocks unvermittelt auf die vorderen Reihen ein.
Als, wohl als Reaktion auf die fragwürdige Handlungsweise der Polizei, zwei Knallkörper explodierten, wurde unverhältnismäßig hart gegen die Teilnehmer des vorderen Blocks vorgegangen. Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit versuchte willkürlich Festnahmen zu tätigen, was aufgrund der solidarischen und besonnenen Handlungsweise des schwarzen Blocks größtenteils verhindert werden konnte. So sah sich das BFE gezwungen, den gesamten vorderen Teil der Demonstration ein zu kesseln und durch einen Generalverdacht zu kriminalisieren.
Bei den folgenden Durchsuchungen, kam es auch zu brutalen Übergriffen auf Aktivisten. So wurde z.B. eine Aktivistin aus Südhessen mit dem Gummiknüppel geschlagen, weil sie sich über die Form der Durchsuchungsmaßnahme beklagt hatte. Eine andere Aktivistin wurde von einem maskierten männlichen Beamten durchsucht, der sich auch nach einer Belehrung, dass die unrechtmäßig wäre, nicht von der Fortsetzung der Maßnahme abbringen lies.
Im Anschluss an die brutalen Durchsuchungen, wurden die Aktivisten in einen Zug verbracht, der in Ludwigshafen hielt. Auch hier sahen sich die Aktivisten, die nunmehr keine Versammlungsteilnehmer mehr waren, der massiven Willkür der Behörden ausgeliefert, die sie gezielt an der Weiterreise hinderten.
Letztendlich können wir den Verlauf der Demonstration in Speyer als positiv und den in Mannheim als typisch bezeichnen. Typisch für ein System, welches seine eigenen Regeln und Gesetze bricht um nicht in den Genuss ihrer Folgen zu kommen. Nämlich, dass das Volk hin hört, wenn die politischen Mächte in Europa als das benannt werden, was sie nun einmal sind, Verbrecher an ihren Völkern, ohne jeglichen Sinn für Kultur, Gemeinschaft und die Bewahrung ihres Erbes. Wir werden es erleben, dass Staaten fallen, Nationen sich wieder erheben und ihre Unterdrücker abschütteln, die Mächtigen werden sich winden in ihrem Kampf um die Macht und die Repression ist der Ausdruck ihrer Verzweiflung! Also seht voller Zuversicht in die Zukunft und lasst euch nicht einschüchtern von ihrer Repression, sie ist nur die letzte Zuckung eines Sterbenden!
Quelle: Freie Kräfte Waldeck/Frankenberg