Nachdem es in den letzten Wochen erneut zu Hausdurchsuchungen bei nationalen Aktivisten gekommen ist, bei denen sich das vierte Fachkommissariat (Staatsschutz) der Delmenhorster Polizeiinspektion durch Pseudo-Begründungen wie „massive Straftaten seitens der AG Delmenhorst” oder „Verdacht auf das Verkleben von Spuckies” wieder einmal der Lächerlichkeit preisgab, veranstalteten Jugendliche in unserer Stadt ein Seminar zum Themenkomplex „Sicherheit im politischen Alltag”. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg derartige Durchsuchungsbeschlüsse (ohne konkrete Tatvorwürfe!) überhaupt ausstellt, beweist uns den repressiven Charakter dieses Staates und die Notwendigkeit derartiger Veranstaltungen.

Referat.

„Wir reden nicht mit den Bullen!”

Notizen machen.
So fanden sich am Samstag, den 29. November 2008 knapp 35 nationale Jugendliche am Veranstaltungsort ein. Nach einem einleitenden Redebeitrag eines autonomen Aktivisten, der sich mit der staatlichen Repression und unseren Möglichkeiten, uns damit auseinanderzusetzen beschäftigte; übernahmen die zwei Referent/innen von „Aktionsbüro Norddeutschland” und dem „Arbeitskreis Mädelschar” das Wort. Von mittags bis in die Abendstunden wurden so Themen wie unser Verhalten auf Demonstrationen, Umgang mit Polizei und Justiz (Vorladungen, Strafanzeigen, Gerichtsprozesse, Wahrung der eigenen Rechte, Hausdurchsuchung…) sowie Sicherheit bei der Benutzung von Computer und Handy vorgetragen. Dabei ergab sich immer wieder die Möglichkeit, offene Fragen zu beantworten und Erfahrungen auszutauschen.

„Freiheit stirbt mit Sicherheit!”

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Der erfolgreiche und vor allem ungestörte Ablauf des Seminars bedeutet für uns einen ersten Schritt hin zu einer alternativen Veranstaltungskultur in unserer Stadt. Wir bedanken uns daher nochmals bei den Referent/innen, sowie allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen und freuen uns über die steigende Vernetzung und die Freundschaft der aktiven Gruppen im Bremer Raum.
