„Autonom“ – Was ist das?
Wir verstehen den „autonomen Nationalismus“ als eine längst notwendig gewordene neue Strategie: Die straffe Organisationsformen der „alten Rechten“ in Parteien, Kameradschaften und Vereinen boten dem Repressionsapparat des Systems und dem organisierten politischen Gegner eine Vielzahl an Sicherheitslücken und verhinderten eine progressive Entwicklung des Widerstands durch die ständige Wiederbenutzung ausgetretener Wege. Dem „autonomen Nationalismus“ hingegen liegt die Idee von DIY- [do it yourself] Aktivistinnen und Aktivisten zugrunde, die – unabhängig von falschen Autoritäten – aktiven und vor allem kreativen Widerstand leisten. Feste Strukturen werden durch ein dichtes Netzwerk überflüssig gemacht, das arbeitsteilig nach den verschiedenen Fähigkeiten der Einzelnen zusammenarbeitet. Das Konzept des politischen Soldaten ist der exekutiven Macht des Staates nicht mehr gewachsen und wird durch das des politischen Partisanen / der politischen Partisanin abgelöst, der bzw. die sich anonym in der Gesellschaft bewegt, um die Idee der nationalen und der sozialen Revolution unter die Menschen zu tragen. Selbstbestimmter Widerstand!
Hinzu kommt das Aufgreifen bisher oft vernachlässigter Themenfelder wie Tier- und Umweltschutz, Gesundheitspolitik, Konsumkritik oder auch Antisexismus. Außerdem ein neues, modernes Auftreten, das mit der Zeit geht und uns gerade für junge Menschen attraktiver macht; sowie die Übernahme des „schwarzen Blocks“ als wohl auffälligste Aktionsform, der Repression und Polizeiwillkür auf Demonstrationen effektiv entgegenwirken kann. Das bedeutet in der Praxis beispielsweise, die Durchsetzungsfähigkeit unserer Rechte zu stärken, Verhaftungen zu verhindern oder Schikanen und Gewaltanwendung entschlossen entgegentreten.
Nationalismus.
„Nationalismus“ beutetet für uns, die Verschiedenartigkeit der Völker erkannt zu haben und die Kulturenvielfalt dieser Erde wertzuschätzen und erhalten zu wollen. Die Auflösung von Grenzen und eine im Zuge der Globalisierung zunehmende „Verschiebbarkeit“ von Waren, Dienstleistungen und auch Menschen, die zur „multikulturellen“ Gesellschaft führte, dient der Wirtschaft, die so immer und überall über billige Arbeitskräfte verfügen kann, aber nicht den Menschen. Dass „Multikultur“ keine kulturelle Bereicherung ist, wie die etablierte Politik gerne behauptet, können grade wir Jugendlichen jeden Tag auf den Straßen unserer Städte erleben: Sowohl wir Deutschen, als auch die hier lebenden Ausländer befinden uns in einer Identitätskrise, unsere „Kultur“ besteht nur noch aus „westlicher“ Konsumattitüde und Egoismus, soziale Werte und Menschenwürde aber verlieren ihre Bedeutung. Wir wollen keine Konsumgesellschaft, sondern eine Volksgemeinschaft (Volksgemeinschaft und Sozialismus ist dabei kein Widerspruch, zumal weniger als 2% der Bevölkerung über 95% der Produktionsmittel verfügen und wir diese Kapitalistenkaste nicht als Bestandteil einer sozialistischen Volksgemeinschaft verstehen); weshalb wir sowohl den Kapitalismus, als auch die gescheiterte „multikulturelle” Gesellschaft ablehnen!
Die Verschiedenartigkeit der Völker bedeutet aber nicht deren Verschiedenwertigkeit, denn: Dem Nationalismus liegt die Idee souveräner Völker zugrunde, die selbst über ihre Zukunft bestimmen können; und das gilt für Deutschland als auch für alle anderen Nationen. Daher distanzieren wir uns deutlich von chauvinistischen und sozialdarwinistischen Ideen, die nicht mit unserem Verständnis von nationalem Sozialismus vereinbar sind. Nationalismus bedeutet für uns somit auch immer Antiimperialismus und Solidarität mit allen Völkern, die – sei es auf wirtschaftlicher oder militärischer Ebene (Aggressionskriege) – an ihrem Selbstbestimmungsrecht gehindert werden.
Sozialismus.
Für uns bedeutet „Sozialismus“ sehr vereinfacht gesagt eine Angleichung der Lebensverhältnisse im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und eine Notwendigkeit zum Erhalt der Völker- und Kulturenvielfalt dieser Erde. Wir unterscheiden nicht zwischen einem „raffenden“ und einem „schaffenden“ Kapitalismus, da wir erkannt haben dass es der untrennbar mit ihm verbundene Wachstumszwang ist, der auf dem Weg zur Profitmaximierung skrupellos so viel vernichtet, was uns am Herzen liegt. Seine mittelbaren und unmittelbaren Folgen sind die Auflösung von Grenzen und Völkern, das Degradieren von Menschen zu Lohnsklaven der kapitalistischen Verwertungslogik, Massenarbeitslosigkeit, Armut, Umweltzerstörung und Krieg – und in so einer Welt wollen wir nicht leben. Unsere Antithese gegen den Kapitalismus und die Globalisierung heißt nationaler Sozialismus. Der Weg in eine andere, menschlichere und gerechtere Welt ist der von „unten“ geführte Kampf gegen eine Kaste von Reichen und Mächtigen, die unserer Erde eine neue Feudalherrschaft aufzwingen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit befreiungsnationalistischen und sozialistischen Bestrebungen weltweit, beispielsweise in Lateinamerika, Palästina oder Nordirland. Wirtschaftlich fordern wir die Verstaatlichung von Monopolen sowie ein Zusammenwirken von Selbstverwaltung der Beschäftigten mit staatlichen Stellen für die großen und mittelgroßen Betriebe, was eine post-kommunistische Ausbeuterwirtschaft (wie z.B. in China) verhindern soll. Unsere Forderung nach einer sozialistischen Wirtschaftsordnung unterscheidet sich dahingehend von der des Marxismus, dass wir nicht an den Erfolg eines restlos staatlich regulierten Marktes glauben, zumal diese Systeme historisch gescheitert sind. An kleineren Betrieben in privater Hand haben wir daher nichts auszusetzen.
