Vortragsveranstaltung zum Antikriegstag im Kreis Recklinghausen

Vor etwa 70 Aktivisten referierte Dennis Giemsch, Anmelder der jährlichen Antikriegstagsdemonstration in Dortmund. Hierbei ging er insbesondere auf die erfolgreichen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren, sowie den Rechtskampf zur diesjährigen Demonstration, ein.

In seinem knapp einstündigen Vortrag wurde die Notwendigkeit betont, gegen die imperialistischen Aggressionen der USA, sowie deren Handlanger, auf die Straße zu gehen, da sich auch derzeit wieder Konflikte anbahnen. So sitzt Israel derzeit beispielsweise an den Planungen für einen eventuellen Militärschlag gegen den Iran und soll verschiedenen Medien zufolge sogar bereits Saudi-Arabien nach Überflugrechten für einen Luftangriff gefragt haben.

Aber nicht nur im Nahen und Mittleren Osten werden imperialistische Kriege geführt: Der souveräne Staat Nordkorea wird schon lange von der weltweiten Öffentlichkeit kritisiert und versucht, als sogenannter „Schurkenstaat“ abzustempeln, da diese souveräne Politik den Amerikanern ein Dorn im Auge ist. Wie auch schon beim Angriffskrieg der Amerikaner auf den Irak im Jahr 2003 wird Nordkorea vorgeworfen, es würde Atomwaffen herstellen und damit zur Bedrohung für den Weltfrieden.

Ebenfalls wurde der Rechtskampf angesprochen und ein eventuelles Verbot thematisiert, gegen welches selbstverständlich bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt wird, falls dies nötig sein sollte. Wir gehen davon aus, dass die Demonstration am 5. September wie geplant stattfinden wird und bitten darum, die Mobilisierung bis zuletzt aufrechtzuerhalten.

Der Vortrag wurde mit einer kurzen Diskussionsrunde und dem Verteilen von Informationsmaterial wurde die Veranstaltung beendet.

1 Antwort zu “Vortragsveranstaltung zum Antikriegstag im Kreis Recklinghausen”


  1. 1 Dr_nat_Fake Juli 7, 2009 at 11:51 pm

    Der “soveräne” Staat Nordkorea ist alles andere als ein Hort einer “nationaler und sozialistischer Volksgemeinschaft” sondern ein krasses Beispiel für eine stalinistisch kommunistische Tyrannei gegen das eigene Volk. Gegen solche Kommunisten – Stalin – haben unsere Vorfahren gekämpft und jeder nationale Aktivist mit halbwegs klarem Verstand will vermutlich in Nordkorea nicht einmal “tot über dem Zaun hängen” – oder? Das der derzeitige Herrscher die Führung als Sohn des Staatsgründers – in Form einer Familiendynastie – übernommen hat, zeugt auch nicht von seiner “vom Volk” gegebenen Macht und Autorität sondern stellt ihn als Teil der zahlenmäßig kleinen herrschenden und besitzenden Klasse Nordkoreas dar. Das die Politik: Lieber Atomwaffen als Brot für das Volk auch die USA-Imperialisten auf den Plan ruft, ist nicht verwunderlich.

    Der Iran ist auch kein “Musterbeispiel” für eine Gesellschaft wie sie in einem nationalsozialistischem Deutschland und Europa vorstellbar wäre sondern dieses Land ist von seiner Geschichte, seiner Kultur, seinen ethnischen Volksgruppen und seiner streng islamischen Religion von unserer Kultur und Gesellschaftsstruktur sehr weit entfernt. Der Iran könnte eine “kommende” Hegemonialmacht im Nahen- und Mittleren Osten werden, was sowohl Israel als auch den USA und den Europäern nicht in die Konzepte passen dürfte. Das die korrupten und von der Religion – als Sunniten – unterschiedlichen Saudischen Herrscher den Israelis möglicherweise “Überflugrechte” für Angriffe auf iranische Atomanlagen einräumen könnten, zeigt auch wie komplex die politische Gemengelage in dieser globalen Krisenregion ist. Das der Iran mit seinem “Atomprogramm” – analog zu Nordkorea – Israel und die USA regelrecht herausfordert, ist nachvollziehbar. Mit seiner Drohung notfalls “israel zu vernichten” und gleichzeitig – erkennbar – an Atomwaffen zu arbeiten – macht die iranische Führung vergleichbar mit einem, der mit einer brennenden Fackel besoffen durch ein Benzin-Tanklager läuft. Das zur “Kriegsgefahr” vor der auch beim Antikriegstag 2009 gewarnt werden soll.

    Machen wir uns doch nichts vor: Die nordkoreanische Führungscliquen sind kommunistische Verbrecher und die arabisch-muslimischen (semitischen) Völker des Nahen Ostens kriegen seit 60 Jahren keine auch nur Ansatzweise gerechte Lösung in der Palästinafrage mit den Juden konstruiert – geschweige denn umgesetzt -, während reiche arabische Oberschichten – fett und reich gemacht durch den Ölhunger der “westlichen” Welt, im unglaublichen Luxus schwelgen – tolle “Volksgemeinschaften” haben die da – oder? Da sollen sich die semitischen Völker – Juden und Araber – mal schön gegenseitig an ihre “Krummnasen” fassen.

    Der nationale Antikriegstag am 5. September 2009 muss nun im Rechtskampf erstritten werden. Angesichts der nur “herbeigeredeten, behaupteten und herbeiberichteten” Beweislage einer “zunehmenden Gewaltbereitschaft” nationaler Kräfte, sind die Aussichten zur Durchsetzung sicherlich nicht ungünstig. Da das “System-BRD” aber mit – erkennbar – zunehmendem Zuspruch aus dem Volk für die nationale Bewegung immer nervöser wird, ist auch der Bestand des Verbotes denkbar. Dann sind ander – kreative – Formen des Protestes und des Widerstandes angezeigt.

    Vor der imperialistiche Kriegsgefahr musss gewarnt werden – aber bitte nicht plump und mit Beispielen wie “Nordkorea” und dem “Iran” – das kommt – mit Sicherheit – beim deutschen Volk nicht verständlich und gut an.

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