Anlässlich des 27. Januars versammelten sich heute etwa 30 berufsbetroffene Gutmenschen und herangekarrte Schüler, um den sogenannten „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ zu begehen. Wie bereits bei einer Kundgebung am 9. November äußerten auch heute nationale Aktivisten ihren Unmut.
Pünktlich um 13.30 Uhr begann die Kundgebung, bei welcher zu diesem Zeitpunkt eine Ansprache des Grünen-Politikers Friedrich Rösner gehalten wurde. Dieser trat in der Vergangenheit durch die Teilnahme an zahlreichen Aktionen „gegen Rechts“ in Erscheinung und wurde nicht müde zu betonen, dass einer seiner Arbeitsschwerpunkte eben dies ist. Doch seine Rede blieb nicht unkommentiert:
Trotz hermetischer Abriegelung durch Polizeieinheiten, die an jeder zweiten Ecke im Stadtteil Dorstfeld positioniert waren, schafften es Aktivisten, unmittelbar an die Kundgebung heranzukommen und dort durch themenbezogene Sprechchöre, sowie dem Zeigen schwarz-weiß-roter Fahnen ihrem Protest Gehör zu verschaffen.
Während dies am 9. November starke polizeiliche Repressalien zu Folge hatte, die in der Gewahrsamnahme von drei Aktivisten und einem nachfolgenden Ordnungswidrigkeitenbescheid (gegen den Widerspruch eingelegt wurde) endeten, verhielt sich die Polizei heute trotz ihres hohen Aufgebotes zurückhaltend.
Auch in Zukunft werden wir unseren Protest an die Öffentlichkeit bringen und uns weder von demokratischen Politikern, die trotz millionenschwerem Haushaltsloch nicht müde werden, die Gefahr von rechts als Hauptproblem darzustellen, noch von einem völlig übertrieben Polizeiaufgebot abschrecken lassen.
Solange bestimmte Meinungen verboten, sowie deren Äußerung mit Haftstrafen geahndet werden, haben wir die Pflicht, durch kreative und spontane Aktionen auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen!


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