Seit einigen Tagen kann man auf diversen Netzseiten Diskussionen über eine Zusammenarbeit mit der türkischen MHP verfolgen. An sich nichts wirklich Neues, gab es diverse Diskussionen über eine Zusammenarbeit mit MHP und Grauen Wölfen doch in den letzten 20 Jahren mehr als nur einmal.
Die neuerliche Debatte wurde durch einen Text vom hessischen Nationaldemokraten Jörg Krebs ausgelöst. Das besondere an der Geschichte: Argumentation und Erklärungen zum Thema seitens des Nationaldemokraten sind extrem naiv und verkürzt.
Befassen wir uns also etwas näher mit dem Thema, aber auch nicht zu intensiv, da eine Zusammenarbeit mit Zivilbesatzern (1), Kulturimperialisten (2) und Feinden Europas (3) von vornherein ausscheidet, ohne eine großartige Diskussion darüber entfachen zu müssen. Die benannten drei Stichpunkte geben Grund genug.
Schauen wir uns den besagten Text des Hessischen Nationaldemokraten einfach mal an und gehen darauf ein.
NID Infoblog: Wie könnte eine türkisch-deutsche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der BRD aus Ihrer Sicht aussehen?
Jörg Krebs: Man könnte z.B. Gespräche darüber führen, wie sich die MHP die Zukunft ihrer in Deutschland lebenden Landsleute vorstellt und inwiefern diese bereit ist, ihren Landsleuten eine Rückkehr in die Heimat nahezulegen.
NID Infoblog: Was sagen Sie zu dem oft gebrachten Vorwurf das die “Grauen Wölfe” (MHP) eine Kolonisierung Deutschlands anstreben würden und daher eine Zusammenarbeit mit diesen quasi “Volksverrat” wäre?
Jörg Krebs: Zunächst einmal sind die “Grauen Wölfe” (Bozkurtlar) die Jugendorganisation der MHP. Zum anderen ist mir bisher noch keine Stellungnahme der MHP oder ihrer Jugendorganisation bekannt, wonach diese eine türkische Kolonisation Deutschlands anstrebt. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, was zu beweisen wäre, stünde eine wie auch immer geartete Beziehung zu dieser Partei für mich selbstredend nicht zur Debatte.
An dieser Stelle sollte man auf den Begriff „Europäisches Türkentum“ (Avrupa Türklüðü) eingehen. Ein Sammelbegriff für die sog. „türkisch-nationalistische Identität“ von Zivilbesatzern in Europa, deren Lebensmittelpunkt zwar in Europa liegt, welche jedoch ihre „türkisch-nationalistische Identität“ weiter verbreiten sollen.
In einer Dokumentation der Türk Federasyon heißt es dazu: “Die Türk Federasyon hat für unsere in Europa lebenden Menschen, die bisher als Fremde und manchmal als Deutschländer gerufen wurden, die richtige Bezeichnung des Europäischen Türkentums betont und diese anerkennen lassen.”
Genutzt wurde dieser ideologische Sammelbegriff zuerst durch Alparslan Türkes, der 1995 auf einer Jahreshauptversammlung der Türk Federasyon diese Bezeichnung geprägt hat und seine Gefolgschaft zur aktiven Politik in der CDU/CSU aufgerufen hat. Mit welchem Ziel zur aktiven Arbeit in BRD Parteien aufgerufen wird, dazu später mehr.
Vor allem möchte man durch diesen populistischen Sammelbegriff auch auf die Dauerhaftigkeit der “türkischen Existenz in Europa” – vor allem aber in Deutschland – aufmerksam machen.
Weiterhin entspricht der Sammelbegriff des “Europäischen Türkentums” auch der Logik des “Werde Deutscher, bleibe Türke”. Nahezu alle extrem rechten türkischen Organisationen fordern ihre Mitglieder auf, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. Vor allem werden sie auch dazu motiviert und aufgefordert, in allen institutionellen, politischen, sozialen und kulturellen Einrichtungen ihre Existenz bzw. ihr türkisches Dasein zu präsentieren. Es ist zu beobachten, dass der Einfluß extrem rechter türkischer Organisationen sowie ihrer Netzwerke seit Mitte der 1990er einen Anstieg zu verzeichnen haben. Vor allem haben sich diese Organisationen und Netzwerke überall zu Selbsthilfeorganisationen entwickelt, die starken Einfluß auf die sog. Ausländerbeiräte und das soziale Leben von türkischen Einwanderern ausüben und auch eine wichtige Basis unter Jugendlichen der jüngeren Generation gewinnen konnten. Diese Strukturen sind von einer politischen Linie oder Ideologie geprägt, die im Mutterland bestimmt wird. Vereine, Verbände und Organisationen fungieren als Zweigstellen von Gruppen und Parteien aus der Türkei und präsentieren sich als auswärtige Vertreter dieser Richtlinien. Türkische Einwanderer sollen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben und diese für „türkisch-nationale Interessen” sowie die Bildung einer starken türkisch-nationalistischen Lobby nutzen. Man könnte dadurch beispielsweise in der Frage der EU-Mitgliedschaft der Türkei oder auch in problematischen Haltungen der Bundesregierung zur Türkei u.ä. als „türkische Lobby“ mit “deutschem Pass“ besser Druck ausüben und entgegenwirken. Politisch gesehen soll durch den Begriff des “europäischen Türkentums” die Bindung der Einwanderer zu den Institutionen des Heimatlandes gestärkt und in den europäischen Aufnahmeländern der Mobilisierungseffekt für eine starke türkisch-nationale Lobby stabilisiert werden.
Wir halten also fest, ganz kurz gefaßt: Die MHP ist in keinster Weise bestrebt, ihre Landsmänner in die Heimat zurückzuführen, das Gegenteil ist Fall! Auch eine Kolonisierung wird angestrebt, zwar auf anderem Wege als man Kolonisation vor 150 Jahren beispielsweise in Afrika vorantrieb, nichtsdestotrotz können wir von einer angestrebten Kolonisation sprechen, auch wenn, oder insbesondere weil diese schleichender daherkommt. Das die MHP nicht öffentlich von einer angestrebten Kolonisation, welche in Teilen Europas (bestimmte Bezirke von Berlin, dem Ruhrgebiet oder Paris) schon umgesetzt wurde, spricht versteht sich von selbst!
Festzuhalten bleibt auch, daß die Grauen Wölfe nicht einfach die Jugendorganisation der MHP sind, sondern in den 60er Jahren als paramilitärischer Arm der MHP im Kampf für ein Großosmanisches Reich (Panturkismus / Panturanismus) auftraten. Die ANF (Föderation der Weltordnung in Europa) beispielsweise bekennen sich heute noch zu den Wurzeln des „Grauen Wolfes“.
Dies waren dann auch schon die von dem hessischen Nationaldemokraten angebrachten Punkte. Beschäftigen wir uns aber noch ein wenig mit der MHP.
Ausgangspunkt der politischen Ideologie der MHP ist ein vom Panturanismus geprägter Imperialismus, welcher sich in kulturimperialistischer Hinsicht und in der seit Jahrzehnten andauernden Landnahme Europas wiederspiegelt. Der historische Panturanismus ist bestrebt ein osmanisches Reich der Turkvölker von Mitteleuropa, über den Balkan bis hin nach Sibirien und China zu errichten. Das man es heute nicht mehr bei der Einnahme Mitteleuropas belässt, sondern auch West- und Nordeuropa im Visir hat ist unverkennbar. Im 17. Jh. versuchte das Osmanische Reich diesen Panturanismus / Panturkismus militärisch durchzusetzen. Zum Glück aller europäischen Nationen stand Europa in dieser Zeit zusammen und stoppte die Invasion von 800.000 Osmanen vor den Toren Wiens und schlug die Feinde vernichtend im Jahre 1683!
Neben zahlreichen „islamistisch-nationalistischen“ Organisationsformen haben sich auf bundesdeutschem Terrain vor allem drei extrem rechte türkische Organisationsstrukturen herausgebildet: Türk Federasyon (Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Europa, ADÜDTF), ATIB (Türkisch-Islamische Union Europa) und die ANF (Föderation der Weltordnung in Europa).
Die extrem rechten türkischen Organisationen in Deutschland werden von deutsch-nationalistischer Seite leider oft als Gruppen gesehen, welche in unserem Land lediglich ihre Traditionen pflegen wollen, ja sogar „Nationalisten“ seien die irgendwann mal wieder in ihre Heimat zurückkehren wollten. Das dem nicht so ist, bedarf keiner weiteren Ausführung. Vielmehr scheint es sich hier um absolut naive Wunschträume, fernab jeglicher Realität zu handeln.
Auf eine im Jahre 1995 gestellte parlamentarische Anfrage der PDS-Abgeordneten Ulla Jelpke über extreme und fundamentalistische türkischen Gruppen in der Bundesrepublik Deutschland antwortete das Bundesinnenministerium, die Türk Federasyon (ADÜTDF)* bezwecke “bevorzugt in Form von Folklore- und Saalveranstaltungen [...] die Interessen der Türkischen Republik im Rahmen der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zur Geltung zu bringen.” In dieser Antwort kommt nicht nur eine verharmlosende Haltung zum Ausdruck, sondern auch eine Fehlbeurteilung der politischen Ideologie der Türk Federasyon. Auf dieser Linie liegt auch, daß die Ausländerbeauftragte des Landes Berlin-Brandenburg, Barbara John, und der Polizeihauptkommissar Lüder von Berlin-Kreuzberg im Oktober 1994 das Zentrum “Berlin Türk Ülkücüler Birligi” (Bund der Türkischen Idealisten in Berlin) besuchten und gegenüber der Tageszeitung “Türkiye” erklärten: “Die Idealisten** sind, wie angenommen wird, keine Gewalttäter. Im Gegenteil sie sind kultivierte Menschen, die die Gesetze achten. Wir hatten bisher keine Probleme mit den Idealisten. Die Idealisten sind unsere Freunde. Von Zeit zu Zeit werden wir die Türk Ülkücüler Birliði besuchen kommen.”
* Die Türk Federasyon (ADÜTDF – Föderation der türkisch-demokratischen Idealistenvereine in Europa) wurde als Auslandsabteilung der MHP am 18.06.1978 mit Sitz in Frankfurt/ Main gegründet. Alte Parteimitglieder und Funktionäre der MHP sitzen in Schlüsselpositionen der Türk Federasyon. Sie strebt, wie ihre Mutterorganisation, ein Großtürkisches Reich an. Auch das “Europäische Türkentum” wird als Glied dieses Großtürkischen Reiches angesehen. Angeschlossen sind der ADÜTDF in Deutschland ca. 200 Vereine, die gezielt als Eltern-, Kultur-, Jugend- und Sportvereine sowie Moschee-Verbände agieren. Ihr Ziel ist es, die Ideologie der MHP unter den türkischen Einwanderern zu verbreiten. Seit 1999 gehört der Türk Federasyon als Umfeldorganisation auch die ATTKO (Türkische Studenten- und Kulturvereine in Deutschland) an.
** Die Mitglieder der Grauen Wölfe bezeichnen sich selbst neben dem bekannten Begriff „Bozkurtlar“ auch als Ülkücüler (deutsch: „Idealisten“)
In dieser Aussage wird die Türk Federasyon gelobt, ja sogar politisch in Schutz genommen. Oft geht diese Verharmlosung Hand in Hand mit einer erschreckenden Unkenntnis, wie zum Beispiel beim Bezirksbürgermeister von Berlin-Kreuzberg, Franz Schulz (Bündnis ’90/ Die Grünen). Dieser hatte sich nichts dabei gedacht, eine Delegation der Türk Federasyon anlässlich einer Verbandskampagne unter dem Motto “Kampf den Drogen – Kampagne zum Schutz der Jugend” zu empfangen. Als jedoch in die Öffentlichkeit kam, daß es sich bei der Türk Federasyon um einen extrem rechten türkischen Dachverband handele, distanzierte sich Bezirksbürgermeister Schulz von dieser Organisation und bemerkte, daß er über die Hintergründe nicht informiert gewesen wäre. Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Mannheim. Im Rahmen des Baus einer Moschee überließ die Mannheimer Kommune aus Unkenntnis dem Anführer der Grauen Wölfe die Leitung der Moschee. Aber die Grauen Wölfe werden auch in Kenntnis ihrer Ideologie und Aktivitäten geradezu hofiert, wie das bereits erwähnte Beispiel des Besuches eines ihrer Vereine anläßlich des traditionellen Ramazanfestes durch Bayerns Innenminister Günter Beckstein zeigt. Beckstein stellte sich damit in eine bewährte CSU-Tradition: Sein ehemaliger Landesvater Franz Josef Strauß hatte sich im Jahre 1978 sogar persönlich mit Türkeþ getroffen.
Schauen wir einmal was uns ein Funktionär der Grauen Wölfe zu berichten hat.
Servet (24 Jahre), Student und Funktionär der Grauen Wölfe in Hessen berichtet über seine Aktivitäten bei den Grauen Wölfen und der CDU Hessen
Zugang zu den Grauen Wölfen: Als unsere deutsche Lehrerin ein Verbot ausgesprochen hatte, dass es in der Schule verboten war, türkisch zu sprechen, habe ich als SV-Sprecher einen Protest organisiert hat. Darüber habe ich meinen ersten Kontakt zu den “Grauen Wölfen” bekommen. Der damalige stellvertretende Vorsitzende der “Türk Federasyon” hatte auch in dieser Zeitung den Beitrag gelesen und mich angerufen. Er wollte mich kennen lernen. Ich bin dann zum ersten Mal zur Organisation gekommen. Bis dann war die Organisation für mich etwas ganz anderes. Also ich hatte damals das Buch von Jürgen Roth über die “Grauen Wölfe” gelesen [...] Sie wären eine Terrororganisation, illegal und was weiß ich sonst… Sie haben halt ein falsches Bild über die “Ülkücü” Bewegung gemacht.
Deutschlandbild: Wenn Deutschland auch nicht meine Heimat ist, ist sie dennoch mein Lebensmittelpunkt. Und ich hab eine direkte Verbindung zu Deutschland. Also, ich hab keinen Plan, in die Türkei zurückzukehren. Für mich ist das, was Deutschland zu Deutschland macht, die türkische Existenz hier. Dies hat eine neue Entwicklung mitgebracht, also das “Europäische Türkentum”. Das ist für mich sehr wichtig. Also, zwischen dem Türkentum in der Türkei und dem Türkentum hier gibt es Unterschiede. Die Atmosphäre hier gefällt mir sehr. Also, warum? Hier hat man einmal eine staatliche Sicherheit. Und wie ich schon gesagt habe, es ist eine Besonderheit, Türke zu sein.
Unser Aktivitäten in der CDU: Wir haben uns bei der CDU gemeldet. Zu acht Türken waren wir, also wir wollten Mitglied werden. Dahingegangen sind wir, die Leute haben gesagt “Wollt ihr uns übernehmen?” [...] Wir haben gesagt, nein. Also wir werden euch verteilen, haben sie geantwortet. Es wäre die Gefahr da, den Ortsverband zu erobern. Bei Allah, was hat das damit zu tun? Wir wollen ja nur Mitglied werden. Eine solche Furcht! In der Frankfurter CDU hat es eine außerordentliche Versammlung über unsere Mitgliedsanfrage gegeben. Es ging darüber, “Sollen wir die Türken aufnehmen oder nicht?”. Wir sind sechs Monate lang dahingegangen, also zur Partei. Niemals, niemals haben wir verheimlicht, dass wir “Ülkücüs” und “Graue Wölfe” sind. Also, offen gesagt, ich bin Servet, ein Ülkücü und Grauer Wolf. Wir haben unsere Meinung immer gesagt. Sie wussten auf jeden Fall, dass wir türkische Nationalisten sind. Ja, wir haben ihnen auch gesagt, also wenn ihr wollt, dass wir Mitglied sein dürfen, nehmt ihr uns auf, wenn nicht, dann halt nicht. Dann haben sie uns aufgenommen. […] Wir waren im CDU-Ausländerausschuss in Hessen und in Frankfurt. […] Es gibt einige Freunde von uns, die in lokale oder regionale Vorstände der CDU gewählt wurden. In dieser Periode bin ich im Vorstand also. Ich bin auch Delegierter der CDU.
Soviel also zur MHP / Graue Wölfe. Jeglicher weitere Kommentar erübrigt sich, insofern man nicht allzu naiv an die Sache herangeht und auch nicht den Wunsch hegt sich mit wirklich jedem Volk und jeder subversiven Gruppierung zu solidarisieren. Die treuesten Verbündeten findet man immernoch unter Menschen gleicher Art! (A. Rosenberg)
Auf eine Sache möchten wir kurz noch eingehen:
Jörg Krebs: Mir ist natürlich bewußt, daß dieses Ansinnen für manchen Unmut in den Reihen des nationalen Widerstandes sorgt. Gleichwohl stellt sich mir die Frage, warum der NW auf der einen Seite tschechische Teilnehmer beim Trauermarsch in Dresden “duldet”, andererseits aber eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit, oder sagen wir besser einen Kontakt, zur nationalistischen MHP a priori ablehnt. Als Deutscher habe ich weit mehr Probleme damit, mich mit Tschechen [...] an einen Tisch zu setzen, als das im Hinblick auf türkische Nationalisten theoretisch der Fall wäre. Den geschichtlichen Hintergrund (Stichworte Vertreibung und Landraub) brauche ich glaube ich nicht näher erläutern.
Hier könnten jedem europäischen Nationalisten doch tatsächlich die Haare zu Berge stehen. Wir möchten kurz festhalten, das jene tschechischen Nationalsozialisten mit denen die Zusammenarbeit heutzutage so vorbildlich funktioniert, weder für Vertreibung noch für Landraub verantwortlich zu machen sind! Jene art- und kulturfremden Herrschaften der MHP, welche von Krebs in naivster Weise betrachtet werden, sind heute aber sehr wohl für Vertreibung und Landraub in Europa verantwortlich!
Wir hoffen, daß sich aus den Kämpfen unserer Zeit organisch umgrenzte Nationalstaaten entwickeln, und daß diese im eigenen Wesen ruhenden Nationalstaaten ein System zur Sicherung allen dessens bilden, was wir mit Stolz europäische Kultur nennen, zur Sicherung der Lebensnotwendigkeiten der weißen Rasse, zur Abgrenzung der Lebensgebiete dieses weißen Menschentums […] gegenüber den Völkern anderer Erdteile.
Dann hat der Weltkrieg einen tieferen Sinn erhalten als reinigende Krise des Völkerlebens, als Verpflichtung zur tieferen Verantwortung gegenüber der Vergangenheit und Zukunft aller schöpferischen Völker, zur Festigung des Gefüges der Achtung der Ehre des eigenen Volkes und der anderen Nationen. Dann werden alle Schlacken schmelzen können, die uns eine vergangene schwere Zeit hinterlassen hat, und aus Kampf und Bedrohung wird eine […] Wiedergeburt unseres schwergeprüften Europas ihren Anfang nehmen. (A. Rosenberg)
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