Neulich im Briefkasten: „Ihr Nachbar – Ein Neonazi!“

Einige Antifaschisten haben bereits vor Jahren mit banger Besorgnis auf den anhaltenden Niedergang der einstmals so gut funktionierenden und Freund wie Feind Achtung gebietenden antifaschistischen Formationen hingewiesen. So schrieb der Magdeburger Antifa-Funktionär Matthias Schrader in der linken Zeitschrift „Arranca!“ schon am 20.01.2007: „Schwach ist die Antifa ja nicht nur hier, auch im Westen findet man außerhalb der größeren Städte kaum noch funktionierende bzw. kontinuierlich arbeitende Strukturen.“ Wie wir heute wissen, sind auch die Gliederungen in den westdeutschen Städten dem bundesweiten Abwärtstrend antifaschistischer Zusammenhänge gefolgt und liegen mittlerweile völlig am Boden.

Vor Jahren verfügten die westdeutschen Streiter in antifaschistischer Mission dabei noch über gut geschulte Kader, beachtliche Informationsnetzwerke und arbeitsfähige Strukturen.

Heutzutage jedoch ist der Begriff „Antifa“ zu einem Mainstream-Label geworden. Frustrierte Jugendliche, kaum dem Kindesalter entwachsen und bar jeder praktischen Erfahrung in politischer Arbeit, firmieren als „Antifaschisten“ und spielen nach der Schule „Kampf gegen Rechts“. Mit lächerlichem Gehabe wird verzweifelt versucht sich selbst in Szene zu setzen, ohne auch nur im Entfertesten den hochgesteckten Zielen alternativer Politik irgendwie gerecht zu werden. Anstatt wie in früheren Jahren „Aufklärungsarbeit“ zu betreiben, beschränken sich die heutigen Antifaschisten darauf Artikel von nationalen Netzseiten umzuschreiben und die von dort ungeprüft übernommenen Informationen als eigene „Recherche“ zu verkaufen. Investigative oder auch nur innovative Arbeit sucht man in den heutigen Antifa-Kreisen an Rhein und Ruhr vergebens.

Da darf es auch nicht weiter verwundern, daß die einzigen „Nazis“, die heutzutage im Westen der Republik in antifaschistischer Mission  „geoutet“ werden, fast allesamt weithin bekannte nationale Aktivisten sind, die aus ihrer Einstellung sowieso keinen Hehl machen und sich öffentlich zu ihrer Gesinnung bekennen.

So geschah es auch dieser Tage wieder, als mittels eines miserabel gestalteten Flugzettels der Kölner Aktivist René Emmerich in seiner Nachbarschaft als Nazi „enttarnt“ wurde.

                                                                                                                                                             Antifa-Pamphlet über René Emmerich

Wahrlich eine notwendige und bewundernswerte Tat unserer Genossen von der Kölner Antifa! Einem seit Jahren mit seinem Namen und Gesicht für seine nationalen Überzeugungen einstehenden Aktivisten, der in den letzten Monaten mehfach in den Blättern der Kölner Schmierenpresse als bekennender Nazi zu bewundern war, bei der Kommunalwahl in seinem Wahlbezirk auf dem Stimmzettel stand und wiederholt in seinem Viertel für die nationale Sache agitierte, zu „outen“ ist schon eine ganz grandiose Leistung, zu der wir an dieser Stelle ganz herzlich gratulieren wollen. Macht nur weiter so, vielleicht gelingt es Euch dann eines Tages Paul Breuer und Axel Reitz als Nazis zu entlarven und als solche an das Licht der Öffentlichkeit zu zerren!

Vom Kameraden Emmerich liegt uns folgende Stellungnahme vor, die wir nachfolgend dokumentieren:

Zu meiner großen Erheiterung fand ich am vergangenen Montag ein „Outing-Flugblatt“ der Antifa in meinem Briefkasten, in dem ich als Nazi-Aktivist gebrandmarkt werde. Selbstverständlich hatten die Kölner Genossen weder Kosten noch Mühen gescheut und dieses edel aufgmachte schwarz-weiße Kunstwerk in meiner gesamten näheren Umgebung verbreitet.

Warum aber ausgerechnet jetzt, nachdem ich dieses Jahr in Köln auf dem Wahlzettel stand, mehrfach im Kölner Stadtanzeiger erwähnt wurde und auch sonst als bekennender nationaler Sozialist in der Öffentlichkeit stand, eine solche Aktion gestartet wurde, ist mir unbegreiflich.

Man darf es mir also nicht übel nehmen, daß ich davon nun in keinster Weise beeindruckt oder gar eingeschüchtert bin. Im Gegenteil. Ich habe mich über die kostenlose Werbung sehr gefreut und bin aufgrund der verbreiteten Flugblätter nun schon mit dem ein und anderen Nachbarn positiv ins Gespräch gekommen. Vielleicht weiß durch diesen Streich der Antifa-Buben ja nun auch manch einer meiner Nachbarn, die es bislang noch nicht mitbekommen hatten, darüber Bescheid, daß in ihrer unmittelbaren Umgebung ein freundlicher Nazi als direkter Ansprechpartner zur Verfügung steht wenn mal der Schuh mit dem System oder kriminellen Ausländerbanden drückt.

In diesem Sinne: Vielen Dank liebe Antifa!

Mit dem besten Gruß

- René Emmerich -

Freie Kräfte Köln – Mittwoch, den 23.12.2009