Archiv für den Monat November, 2008

Die Arbeit des DGB-Siegen: „Hakenkreuze sprühen gegen Rechts“!

Am vergangenen Sonntag, führte der DGB-Siegen seine vorab durch die lokalen Medien gebührend angekündigte Gedenkveranstaltung, bezüglich des NPD Landesparteitages vom 16.11.1968, in der Siegerlandhalle durch. Rund 150 Personen kamen zu dem Erinnerungstreffen. Unter den Besuchern befanden sich auch einige Kameraden aus den Reihen der Siegener NPD, sowie des freien Spektrums.

Der Historiker und Veranstaltungsleiter Dieter Pfau von der Siegener Universität, hielt einen Vortrag über den Verlauf des NPD-Landesparteitages vor 40 Jahren mit Hilfe von Dokumentar- und Filmmaterial. Die anwesenden Nationaldemokraten wurden von zahlreichen Gästen und den drei Vertretern der örtlichen „Antifa“, bei ihrem Eintreffen mit nahezu panikartigen Blicken begrüßt, hatte man doch anscheinend gehofft unter Seinesgleichen bleiben zu dürfen, nachdem die Stadt Siegen erst kürzlich mit großer Begeisterung dem „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ beigetreten ist.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die nationalen Vertreter augenscheinlich die jüngsten Besucher dieser NPD-Gedenkveranstaltung. Sichtlich in die Jahre gekommene „DGB-Veteranen“ als auch die lokale „SPD-Größe“, Loke Mernizka, berichteten im Verlauf des Abends mit eigentümlichem Stolz über einige Straftaten im Rahmen ihres damaligen „Demokratieverständnisses“. Herr Mernizka unterstrich sein „demokratisches Verständnis“ nicht zuletzt mit der Aussage, daß man früher auch gerne einmal die Faust gegen Andersdenkende eingesetzt habe.

Der „humoristische“ Höhepunkt des Abends war jedoch die Aussage eines „DGB-Seniors“, der selbstherrlich berichtete, dass er vor dem NPD-Parteitag 1968 die Ortsschilder der Stadt Siegen mit Hakenkreuzen besprüht hatte, um alle Bürger auf die vermeintlichen Nazis hinzuweisen. „Hakenkreuze sprühen gegen Rechts“, lautete sein Motto, dass zufälliger Weise auf Band dokumentiert werden konnte.

Aufgrund der „ungebetenen“ Besucher, wie der Sprecher der örtlichen Linkspartei sie nannte, wurde die im Vorfeld angekündigte Diskussionsrunde abgesagt. Offensichtlich war den Veranstaltern ein Austausch mit Vertretern aus dem nationalen Spektrum zu brisant.

Sobald der Veranstaltungsleiter die Versammlung für aufgelöst erklärte, verließen viele Gäste zügig den Saal, was sie aufgrund der Anwesenheit gewisser „Personen“ nicht ohne Begleitung tun sollten. Die eingeschworene Truppe von DGB, über SPD bis Linkspartei, war wohl aufgrund der Präsenz einiger Nationaler bereits ausreichend eingeschüchtert, sodass auch zu Beginn der Veranstaltung bereits Polizeibeamte, sowie hektisch wirkende DGB´ler am Eingang „für alle Fälle“ Stellung bezogen hatten.

Wenn diese Herrschaften im kommenden Wahljahr, mit solchen innovativen Ideen und ihrem „dummokratischen“ Kampf gegen Rechts, den angekündigten Einzug der NPD in die kommunalen Parlamente in Siegen-Wittgenstein verhindern möchten, müssen sie sich wohl mehr einfallen lassen als die Ortseingangsschilder mit „Hakenkreuz-Sprühereien“ zu versehen. Aber wer weiß, welcher einfallsreichen Maßnahmen sie sich diesmal bedienen.

Im Anschluß an die NPD-Gedenkveranstaltung erhielt der Vorsitzende der christlich-jüdischen Vereinigung, Prof. Manfred Zabel, das Angebot einer politischen Diskussion. Ein Austausch, auf den er mit Vorbehalt reagierte. Ob diese Diskussion die Vertreter der „wehrhaften Demokratie“, einmal mehr als Heuchler ihrer selbstauferlegten Gesetze entlarvt, wäre sicherlich eine weitere interessante Offenbarung.