Polizeiwillkür gegen Aktivisten aus dem Siegerland

Nachdem eine Reisegruppe Siegerländer Aktivisten von einem Trauermarsch in Stolberg zurückkam und die rund 70 Nationalisten am Siegener Bahnhof ausstiegen, teilte man sich in mehrere Gruppen, um von dort aus die Heimreise anzutreten. Die größte dieser ging über die Einkaufspassage in Richtung Siegplatte, auf der es zu einem Aufeinandertreffen mit einer mehrköpfigen Gruppe des linken Spektrums kam. Diese rund 30 Personen skandierten antideutsche Parolen gegen die Reisegruppe der Aktivisten, woraufhin einige Polizisten versuchten dieses zu unterbinden. Nachdem sich die Nationalisten nicht von den Polizeibeamten auf ihrem Heimweg stoppen ließen, fuhren etwa ein dutzend Polizeiwagen am Kölner Tor vor, um diese aufzuhalten.

Sofort sprangen die Beamten der Bereitschaftspolizei aus ihren Mannschaftswagen und knüppelten willkürlich auf die Aktivisten ein. Nach diesem harten Vorgehen, blieben einige stehen und ließen ihre Personalien aufnehmen. Einige weitere gingen unbeirrt weiter und wurden am Park in der Emilienstraße festgehalten und kontrolliert. Dort wurden auch die Scheiben der Autos zweier Aktivisten eingeschlagen, was die Polizei bereits aufnahm.

Rund fünfzehn Kameraden der Reisegruppe wurden dann zwischen viertel nach neun und zehn Uhr in Polizeigewahrsam genommen und zur Kreispolizeibehörde gebracht. Weitere etwa fünfzehn Aktivisten folgten ihren Kameraden und meldeten auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieser eine spontane Versammlung an und hielten dort bis um Mitternacht eine Mahnwache. Allerdings wurden bis dahin nur zwei Kameraden aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Den Androhungen der Polizei zu überprüfen, ob man Straftaten seitens der Aktivisten verfolgen müsse, da einige Parolen skandiert oder sonstiges „verbrochen“ wurde, wird sicher nicht nur diese eine Mahnwache vor der Kreispolizeibehörde nach sich ziehen. Ob man anhand dieser Taktik seitens der Polizei der Gewalt des linken Spektrums entgegenwirken kann, ist sicher fraglich. Nachdem im Dezember bereits das Auto eines NPD-Funktionärs einem Brandanschlag zum Opfer fiel, folgte am vergangenen Freitag auf der Kundgebung in Netphen ein weiteres Auto Siegerländer Aktivisten, was nun noch einmal gesteigert wurde, in dem man zwei weitere Autos beschädigte.

Freie Nationalisten Siegerland – Samstag, den 04.04.2009

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