
Am Sonnabend, den 06. Februar 2010, fand in der Ruhrgebietsstadt Marl eine Demonstration unter dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder – 0 % Rückfallquote“ statt. Dem Aufruf des Koordinationsnetzes Ruhr-Mitte folgten trotz der kurzfristigen Mobilisierung letztlich fast 200 Personen. Dank der guten Vorbereitungen durch Flugblattverteilaktionen im Marler Stadtgebiet nahmen auch zahlreiche Bürger samt Familien an der Demonstration gegen Kinderschänder teil.
Grund für die Anmeldung der Demonstration war das Bekanntwerden eines Kinderschänders in Marl, der durch eine Justizpanne wieder auf freien Fuß gelangte. Diese Tatsache veranlasste nationale Aktivisten dazu, umgehend auf diesen Umstand hinzuweisen. Nach Anmeldung der Demonstration verbreiteten Medien, Justiz und Polizei sogleich die Lüge, dass sich der Kinderschänder Hans-Peter H. bereits außerhalb von Marl befinden würde und somit keine Gefahr mehr bestünde. Auf diese Art und Weise sollte eine nationale Demonstration zur öffentlichen Aufklärung gegen Kinderschänder verhindert werden.
Nachdem man sich am Marler Busbahnhof versammelte, meldete die „MLPD“ eine spontane Kundgebung gegen die nationale Demonstration an. Stolze 8 Personen versammelten sich vor dem Einkaufszentrum am Busbahnhof und versuchten über die „wahren“ Hintergründe der nationalen Demonstration gegen Kinderschänder aufzuklären. Der Versammlungsleiter bot jedem Bürger das Mikrofon an, der seine Meinung offen kundgeben wollte. Als nun ein nationaler Aktivist das Mikrofon übergeben bekam, warb dieser für den am 13. Februar stattfindenden Trauermarsch in Dresden. Nach dieser gelungenen Aktion mussten sich nun mehrere Aktivisten einer Personalienkontrolle unterziehen. Nachdem diese wieder in die eigenen Reihen zurückkehren durften, eröffnete der Veranstalter die Demonstration.
Der Auftaktrede des Veranstalters folgte der Bericht einer Aktivistin aus Essen, die über das unsägliche Leid einer betroffenen Mutter berichtete. Nach diesen Worten nahmen die Teilnehmer Aufstellung und zogen durch die Straßen Marls. Ohne nennenswerte Störungen gelangte man an den Ort der ersten Zwischenkundgebung, wo ein Aktivist aus dem Kreis Recklinghausen auf die Zeitungsartikel zum Fall Hans Peter H. einging und einen Bericht über die junge Michelle aus Leipzig verlas, die damals entführt, vergewaltigt und ermordet wurde. Danach erhielt Axel Reitz von den Freien Kräften aus Köln das Wort. Während seiner Rede versuchte eine Gruppe von rund 30 Linksextremisten die Demonstration scheinbar mit dem Einsatz von Feuerwerkskörpern vorzeitig „sprengen“ zu wollen. Der Versuch nahm jedoch rund zweihundert Meter vor den nationalen Demonstrationsteilnehmern ein jähes Ende. Eine immerhin erheiternde Aktion, die laut Polizei mit 25 Festnahmen endete.
Nach diesem Vorfall beendete Axel Reitz mit eindrucksvollen Worten seine Rede und machte deutlich, was mit Kinderschändern und Vergewaltigern geschehen sollte. Der Zug formierte sich erneut und weitere Bürger schlossen sich der Demonstration an. Auf der zweiten Zwischenkundgebung sprachen zwei regionale Aktivisten aus Marl über den Kinderschänder und die Ereignisse der vergangenen Tage. Der Rückweg zum Versammlungsort verlief ohne Störungen und man konnte am Busbahnhof angekommen mit der Abschlusskundgebung beginnen. Auf dieser sprachen noch ein Aktivist aus Dortmund und Sven Skoda aus Düsseldorf.
Die Demonstration fand trotz der kurzen Mobilisierungszeit großen Zuspruch und konnte sich mit einer hohen Teilnehmerzahl von beinahe 200 Personen der Aufmerksamkeit durch die Marler Bevölkerung gewiss sein, um diese über die Ereignisse in ihrer Stadt aufzuklären. Auch die Präsenz der Polizei fiel vergleichsweise gering und verhältnismäßig ruhig aus. Eine disziplinierte und gelungene Veranstaltung, deren Ziel sehr erfolgreich transportiert und vermittelt werden konnte.
Bilder:
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Siehe auch:
„Dattelner Morgenpost“ vom 06.02.2010 – Neonazis ziehen durch die Stadt
„Der Westen“ vom 05.02.2010 – Hans H. bleibt weiter ein Thema
„Polizeipräsidium Recklinghausen“ vom 06.02.2010
Freie Nationalisten Siegerland – Montag, den 08.02.2010







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