Neues von der Gurken-Front

Mal wieder so etwas wie ein „Liebesbrief“ von der Stralsunder Antifa / Linksjugend. Allerdings wollen wir in unserer Antwort mit den beiden Chefgurken Knoop und Hohensee auch dieses Mal nicht allzu streng ins Gericht gehen. So hatten wir nämlich – nachsichtig wie wir nun mal sind – der angeblich „neuen“ Antifa in unserer letzten Antwort zugestanden, dass sie sich in Sachen Rhetorik noch ein wenig üben müssen und von daher auch keine Perfektion von ihnen erwartet werden darf.

An dieser Stelle nun also das Antifa-Geschreibsel, an einzelnen Abschnitten mit Antworten unsererseits versehen.

Stralsunds Antifa schreibt: „Es ist immer wieder lustig mit anzusehen, wie die unterbelichtete Hate Crew Linksjugend und Antifa nicht auseinanderhalten kann oder will!?“

Doch kennen wir: Die Linksjugend sind die nützlichen Idioten und Handlanger für die Linkspartei. Und alles was die SED-Nachfolgeorganisation offiziell nicht billigen und unterstützen kann, wie Steineschmeißen oder Autos anzünden erledigt eben offiziell die Antifa. Das heißt aber nicht, dass es deswegen auch personelle Unterschiede gibt. Und wenn doch, dann haben eben sowohl die Akteure der Linksjugend als auch die der Antifa die gleichen Probleme zwecks Rechtschreibung.

Stralsunds Antifa schreibt: „Klopft mal lieber nicht all zu große Sprüche, da ihr, wenn es wirklich darauf ankommt, mit eurem zusammen gewürfelten Führerhaufen stiften geht.“

Na liebe Genossen, wenn man schon mit solchen Sprüchen hausieren geht dann sollte man sie auch belegen können. Würden wir etwa sagen, dass ihr bei jeder Konfrontation das Weite sucht, so würden wir unterschiedliche Beispiele anfügen. Rock gegen Rechts 2007 zum Beispiel, als sich euer Versuch im Anschluß an das Gelage unter freien Himmel, quasi noch im Vorbeigehen den „rechtsextremen“ Club 33 zu stürmen als Fehlschlag erwies der einen von euch direkt ins Krankenhaus beförderte und den Rest von euch stiften ließ.

Das war im Übrigen auch der Abend, an dem Andi Hohensee mit einigen Genossen am Hauptbahnhof aus Angst vor einer direkten Konfrontation mit den bösen Rechten die Flucht ergriff. Nachzulesen in irgendeiner Polizeiakte, schließlich hatte Hohensee seinerzeit Anzeige erstattet.

Die Aktion vorm Sonnenbanner mit der kaputten Scheibe und den blauen Flecken sparen wir uns an dieser Stelle, ebenso euern Hilfeschrei um Polizeischutz nach eurer Demo im September 2006 für die Rückfahrt, weil einige Nationalisten denselben Bus nutzen wollten. Mal abgesehen von etlichen anderen Begegnungen im Stralsunder Nachtleben usw. usf.

Stralsunds Antifa schreibt: „Gut gebrüllt Christian Wahl! Aber mehr wird von euch auch nicht kommen.“

Christian Wahl? Ja, den kennen wir! Netter Mensch… Ansonsten, dunkel ist der Rede Sinn. Kommt bei euch übrigens häufiger vor. Ihr solltet außerdem ein wenig mehr Sorgfalt beim Abfassen eurer Texte walten lassen, so kann es nämlich nicht schaden, wenn die Überschriften auch zum Inhalt des Textes passen. Aber das nur mal so am Rande…

Stralsunds Antifa schreibt: „Was habt ihr in Stralsund schon groß bewegt, außer eure verdrehten Internetseiten der Welt zu präsentieren, um überhaupt mal Gehör in der Öffentlichkeit zu finden.“

Was wir schon bewegt haben? Da erkundigt euch bitte bei der MAEX in der Heilgeiststraße, die führen entsprechende Ordner oder googelt einfach gewisse – euch bekannte – Namen. Haben jetzt weder Zeit noch Lust hier alles im Einzelnen wieder runter zu leiern.

Und um „mal Gehör in der Öffentlichkeit zu finden“ brauchen wir uns für gewöhnlich auch keine Sorgen machen. Im Übrigen ist es keine besondere Leistung von einem Provinzblatt wie der Stralsunder Zeitung zitiert zu werden. Lasst euch das von jemand sagen, die selbst schon häufig genug Gegenstand der Berichterstattung waren. Auch wenn wir natürlich nicht angeben wollen, aber wir sind ein bisschen zu verwöhnt um uns mit diesem Regionalblatt zufrieden zu geben. Auftritte hatten wir außerdem schon neben sämtlichen norddeutschen Zeitungen auch im Spiegel, euer linken TAZ und Jungen Welt und noch einigen mehr.

Stralsunds Antifa schreibt: „So intellektuell unterbelichtet würde euch auf der Straße keiner freiwillig zu hören wollen. Uns ist auch schleierhaft wie ihr auf die Personenzahl kommt, denn dann wisst ihr mehr als wir oder wollt ihr bei uns mitlaufen wie es auf der Demo 2006 der Fall war“

Das sind nur die Zahlen die ihr großmäulig gegenüber Jungnationalisten rausposaunt habt. Okay, ihr habt damit nur auf den Putz hauen wollen, nen bissel den Halbstarken mokieren usw., aber gesagt ist nun mal gesagt. Und gesagt hattet ihr, 500 Antifaschisten kämen nach Stralsund um es uns mal so richtig zu zeigen.

Im Übrigen solltet ihr die Demo im Jahr 2006 lieber nicht erwähnen, in euerm Interesse wohl bemerkt. Das war nämlich keineswegs die Glanzstunde antifaschistischer Aktivitäten am Strelasund.

Stralsunds Antifa schreibt: „Hinter Linksjugend Stralsund stehen auch noch mehr Personen. Da wir uns nicht auf eurem Niedrigen IQ runter lassen wollen, beenden wir das jetzt hier.“

Das aber wirklich schade, denn gerade hat es angefangen Spaß zu machen. Übrigens schreibt sich „auf eurem Niedrigen IQ runter lassen“, ‚niedrig’ in diesem Fall mit kleinem ‚n’. Nur ein nett gemeinter Hinweis zur Korrektur, schließlich würden wir es uns doch nicht erlauben, euch mit euerm unermesslich hohen Intelligenzquotienten verbessern zu wollen.

Stralsunds Antifa schreibt: „PS: Schreibt mal lieber was Eigenes als die alten Artikel von Altermedia zu kopieren, aber vielleicht seit ihr ja des Lesens und Schreibens nicht mächtig! Wir empfehlen: Nachhilfe-Unterricht, aber dann in jede Richtung!“

Das sollte jetzt so zum Ende hin wohl noch mal besonders witzig sein. Sozusagen die Pointe von unseren Freunden und ausgemachten Liebhabern des geschliffenen Wortes. Na gut: Hahaha, selten so gelacht. Kaum zu glauben, zu welch Quelle sprühenden Humors sich die Stralsunder Antifa bisweilen entpuppt.

Wir hätten da noch ein paar kleine Fragen an Euch: Warum eigentlich bekommt die Stralsunder Antifa kein eigenes Mobilisierungstreffen zur Gegendemo hin, sondern muss sich stattdessen von Greifswald unter die Arme greifen lassen? Oder: Wieso fordert ihr von der Polizei, sie möge am Samstag die NPD-Demo auflösen nach Leipziger Vorbild, gleichwohl ihr großspurig ankündigt die Veranstaltung verhindern zu wollen? – Klappt das vielleicht doch nur mit Hilfe der Polizei?

So, liebe Freunde von der Antifa, wir hoffen natürlich alsbald wieder von euch zu lesen…

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