Nachdem Stralsunds „Linksjugend“ inzwischen eine Art Scheintotendasein fristet, hat die Stralsunder Zeitung nunmehr scheinbar eine neue „Jugendbewegung“ entdeckt die sie künftig mit besonderer Aufmerksamkeit privilegiert und so tut als wäre das Engagement dieser Gruppe für die Hansestadt unentbehrlich. So richtete die Zeitung heute ihr Augenmerk auf die nicht ganz so linken Jusos (SPD-Jugend), mit der Überschrift „Junge Leute wollen sich einmischen“
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| “Juso-Weihnachtswochenende” |
Gemeint sind 16 eingetragene, davon aber nur sechs aktive, Mitglieder. Dass man ungeachtet der sechs aktiven Mitglieder bislang noch so rein gar nichts von den Jusos gehört hat, mag mitunter daran liegen, dass man von „aktiv“ unter den Genossen möglicherweise eine andere Auffassung haben mag als dies beispielsweise bei uns der Fall ist.
Wenn die Stralsunder Zeitung über „engagierte Jugendliche“ berichtet, dann handelt es sich dabei meistens nicht nur um solche, die bei der übrigen Jugend als Langweiler, Opfer, Hoschies oder Weichereier durchgehen, sondern was besonders wichtig ist, sie müssen gegen alles sein was in irgendeiner Form Rechts sein könnte. Das sind die Jusos in jedem Fall, so heißt es auf deren Internetseite nämlich, dass man es sich zu einem von drei Zielen gesetzt habe, den letzten „Nazi aus dem Rathaus zu kicken“.
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| Mathias Miseler |
Oder um dies mit den Worten der Stralsunder Zeitung zu sagen: „Zu den „messbaren Zielen“ ihrer Arbeit gehört für Mathias Miseler, (Juso-Chef in HST) bei der nächsten Kommunalwahl „das letzte NPD-Mitglied der Bürgerschaft aus dem Stadtparlament herauszukatapultieren“.
Inwieweit dies allerdings ein „messbares Ziel“ sein soll, ist fraglich. Nehmen wir nämlich mal an, der „letzte Nazi“, gemeint ist Dirk Arendt, würde bei der nächsten Kommunalwahl nicht wieder ins Rathaus gewählt werden,… welchen Verdienst hätten dann Miseler und sein Juso-Haufen daran? Inwiefern haben sie einen Beitrag dazu geleistet, außer dass man es zu seinen „messbaren Zielen“ erklärt habe?
Wenn überhaupt jemand dafür verantwortlich ist, dass die NPD aus dem Rathaus fliegt dann höchstens die NPD selbst und zwar aus eigenem Unvermögen, aber wohl kaum wegen solcher Witzfiguren. So mag man sich bei den Jusos vielleicht ja für unwiderstehlich halten, aber solche Typen sind für gewöhnlich der Grund, warum wir allen Diskrepanzen zum Trotz, letztlich doch die NPD wählen.
Den „Nazi aus dem Rathaus zu kicken“ ist aber längst nicht das einzige Ziel, welches sich die Juso-Genossen gesetzt haben. So gibt es außerdem die Zielsetzung 20 aktive Mitglieder in den nächsten zwei Jahren und 500 Klicks monatlich auf deren Internetseite. Und dann gibt es da noch ein ganz besonderes Ziel über das es im Provinzblatt Stralsunder Zeitung heißt: „Die Mitgliederwerbung gehört zu den wichtigsten Anliegen der Jusos. Vor allem junge Frauen wolle man gewinnen. Schon allein, um die Frauenquote im Vorstand zu erfüllen.“
Dass es diesbezüglich ein wenig Nachholbedarf zu geben scheint, ist mit Blick auf die bisherigen männlichen Mitglieder durchaus nachvollziehbar, so erwecken sie mehr den Eindruck, als handele es sich bei ihnen um einen Club der Ungeküssten, auf die die Stralsunder Damenwelt nun nicht gerade gewartet hat – wenn man von einigen Auswüchsen mal absieht.
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