Würdiger Heldengedenkmarsch 2009 durch München

- Eine Nachbetrachtung von Aktionswoche, Marsch und Rahmenprogramm -

Ob Innenminister Herrmann, Zentralratsvorsitzende Knobloch oder Oberbürgermeister Ude: Man ist sich einig – der Heldengedenkmarsch 2009 ist ein fester Termin im Kalender der heimattreuen Opposition in München und von den Etablierten gefürchtet und verteufelt zugleich.

Bereits im letzten Jahr hatten die Herrschaften aus dem Kreisverwaltungsreferat den Gedenkmarsch nach Einführung des damals neuen bayerischen Versammlungsgesetzes verboten. Man ging 2008 davon aus, dass der Heldengedenkmarsch eine Reinszenierung des NS-Heldengedenktages sei.  Der Verwaltungsgerichtshof kippte das Verbot und erteilte der Landeshauptstadt eine Rüge.

Das gleiche Trauerspiel zeigte sich in diesem Jahr. Trotz des eindeutigen Urteils vom letzten Jahr, soll es sich bei dem Heldengedenkmarsch wieder um eine NS-Veranstaltung handeln. Beinahe schon traditionell sprach die Stadt ein Verbot aus, das wieder im letzten Moment vom Verwaltungsgerichtshof gekippt wurde. Ude & Co. hat das gar nicht gefallen. Sie haben sich einmal mehr blamiert und rechtswidrig gehandelt.

Im Vorfeld des Heldengedenkmarsches 2009 fand eine Aktionswoche statt. Täglich wurden mit Unterstützung auswärtiger Kameraden Flugblätter verteilt, Schnipsel geworfen und den absoluten Höhepunkt stellte ein Vortrag mit dem Wehrmachtsfeldwebel Franz Gräßl dar. So war sich jeder bewusst, warum es unsere Pflicht ist, das Erbe unserer Ahnen zu erhalten.

Planmäßig trafen sich am Sonnabend, dem 14. November 2009, um 12 Uhr über 180 gezählte Kameraden am Hauptbahnhof in München. Von dort aus führte der Weg zum Ort der Auftaktkundgebung am Goetheplatz. Die Anreise der Teilnehmer mit der U-Bahn verlief relativ zügig. Zeitgleich versuchten der Bühnen-LKW und das Lautsprecherfahrzeug vergeblich zum Goetheplatz durchzukommen. Einige Hundert gewaltbereite Linksextremisten verhinderten dies. Zudem bewies die Polizei, dass sie weisungsgebunden ist und kein Interesse hatte, die Veranstaltungstechnik durch zu lassen. Weder Polizeischutz, noch ein vorfahrendes Polizeiauto hielt der Einsatzleiter zunächst für nötig. So mussten sich die Kameraden der Veranstaltungstechnik trotz zahlreicher Blockaden selbst den Weg suchen. Dies entwickelte sich als gefährliches Unterfangen, da beide Fahrzeuge mehrfach von gewaltbereiten Gegendemonstranten angegriffen wurden. Leider verzögerte sich deshalb der Beginn des Heldengedenkmarsches um zwei Stunden.

Um 15.30 Uhr wurde die Auftaktkundgebung durch den Versammlungsleiter eröffnet. Nachdem die üblichen Auflagen verlesen wurden, ergriff der Ordnerdienstleiter das Wort. Dieser erläuterte die strengen Verhaltensregeln und kündigte rigoroses Vorgehen bei Zuwiderhandlung an. Anschließend wurde eine Gedenkminute für unseren leider verstorbenen Kameraden Jürgen Rieger eingelegt. Vielen wurde erst an diesem Tag so richtig bewusst, dass mit Jürgens viel zu frühem Tod ein großartiger politischer Kopf und gutmütiger Kamerad aus der Mitte der Bewegung gerissen wurde.

Danach ergriffen Philipp Hasselbach aus München und Ron Appelt aus Gauting das Wort. Hasselbach unterstellte dem „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“, dass dieser das jährliche Gedenken am Grab des unbekannten Soldaten im Hofgarten für den „Kampf gegen Rechts“ instrumentalisiere. Gefallene Soldaten hätten ein würdiges Gedenken verdient. Es dürfe nicht in Soldaten „erster“ und „zweiter Klasse“ unterschieden werden, so Hasselbach.

Appelt verurteilte, wie jungen Menschen bereits in der Schule eingepeitscht würde, dass die Großväter der Jugend Verbrecher seien. Appelt unterstrich, dass für eine Schuld- und Sühnekultur kein Platz sein dürfe.

Nach den Ansprachen nahm der Gedenkmarsch Aufstellung. An der Spitze der Gedenkranz, links und rechts jeweils Fahnenträger. Dem folgten die über 180 Kameraden, welche hinter den Transparenten marschierten. Eine großartige Disziplin zeigten die Teilnehmer. Linksextremen Störern wurde keine Beachtung geschenkt. So konnte der Aufzug, der sich vom Goetheplatz über die Goethe- und Bayerstraße, dem Karlsplatz und der Sonnenstraße bewegte, in einem Schweigemarsch durch die Innenstadt zum Sendlinger-Tor-Platz ziehen. Kurz vor dem Münchner Hauptbahnhof flog auf Kommando von Antifa-Agitatoren festes Gemüse auf den Gedenkmarsch. Die marschierenden Kameraden ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Einem Fahnenträger wurde von einem Gewerkschaftsmitglied beinahe die Fahne geraubt. Der Kamerad ließ sich das nicht gefallen und die Polizei nahm den Störer fest. Klassische Musik untermalte darüber hinaus den würdigen Charakter des Heldengedenkmarsches.

Kurz vor 17 Uhr erreichte der Aufzug den Sendlinger-Tor-Platz. Dort nahmen die Kameraden in einem Halbkreis Aufstellung und folgten dem nächsten Redner, Kamerad Axel Reitz aus Köln. Reitz verteidigte in gekonnter Rhetorik das Andenken an die gefallenen Wehrmachtssoldaten. Die „antifaschistischen Minusseelen“ hätten sich laut Reitz wieder einmal die Maske selbst vom Gesicht gerissen.

Nach der mit viel Beifall bedachten Ansprache von Kamerad Reitz ergriff Sebastian Angermüller aus Nürnberg das Wort. Dieser nannte alliierte Kriegsverbrecher beim Namen und belegte dies mit Zitaten von Ilja Ehrenburg, Winston Churchill und anderen…

Als letzter Redner sprach Roland Wuttke aus Mering zu den Kameraden. Wuttke griff in seinen Ausführungen die rosa-rot-grüne Stadtregierung scharf an. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude versprach er, auch im kommenden Jahr den gefallenen Soldaten in der Landeshauptstadt zu gedenken. Für linke Nestbeschmutzer dürfe, so Wuttke, kein Platz an diesem Tag sein.

Nach den inhaltsstarken Reden ergriff erneut Philipp Hasselbach das Wort. Er leitete die Totenehrung ein. Auf Kommando wurden die Mützen vom Kopf genommen und die Kameraden stellten sich aufrecht hin. Nach einer Gedenkminute wurden die gefallenen Soldaten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und der politischen Kampfverbände gerufen. Aus den Kehlen von 180 Kameraden erhallte ein lautes „Hier!“ Überdeutlich zeigte sich, dass unsere gefallenen Soldaten nicht vergessen sind. Zum Abschluss wurde das Lied vom guten Kameraden und das Deutschlandlied in allen drei Strophen gesungen. Der Heldengedenkmarsch 2009 wurde damit für beendet erklärt und es erfolgte die Ankündigung, auch im nächsten Jahr unseren Gefallenen ein würdiges Gedenken zu erweisen.

Nach der Veranstaltung wurden alle Kameraden von der Polizei zum Hauptbahnhof begleitet. Während sich die meisten auf den Heimweg machten, fuhren noch 50 Kameraden zu einem eigens organisierten Liederabend in den Münchner Osten.

Das „Münchner Gedenkkomitee zum Erhalt der Ehre unserer Soldaten“ zog dort u.a. mit dem bewährten Ordnerdienst ein positives Resümee. Man ließ nun noch einmal in aller Ruhe den Tag Revue passieren.

Ab 20 Uhr wurde schlussendlich noch dem Liedermacher Didi gelauscht. In zufriedener Atmosphäre sangen die Kameraden gemeinsam und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Bereits Sonntagmorgen standen die Kameraden wieder im Dienste der Sache. Um 10 Uhr wurde die Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Münchner Waldfriedhof vollzogen. Mehrere Zivilpolizisten schauten zu und nahmen im Anschluss eine langwierige Personalienkontrolle vor. Die Kranzniederlegung fand in gewohnter Disziplin statt. Es wurden die letzten Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht verlesen. Nach dem Singen des Liedes „ Ein junges Volk steht auf“ und einer neuerlichen Gedenkminute erfolgte die Weiterfahrt in die Münchner Innenstadt.

Dort traf sich die Gruppe – bestehend aus Münchner Kameraden und den noch nicht abgereisten auswärtigen Gästen – mit dem Stadtrat Karl Richter von der Bürgerinitiative Ausländerstopp München. Richter begrüßte die Anwesenden und ging auf die Entstehung Münchens und den Marienplatz ein. Von dort aus folgte eine kurze Altstadtführung über den „Alten Hof“, das Nationaltheater, der Feldherrnhalle und dem Hofgarten bis hin zur Frauenkirche. Nach zwei Stunden  konnte den Gästen des Heldengedenkmarsches 2009 ein kleiner Einblick in die kulturell geprägte Landeshauptstadt gegeben werden.

Wir bedanken uns zuallererst bei unseren Gästen, die u.a. aus Südbaden, dem Ruhrgebiet und der Schweiz kamen und denen wir ein hoffentlich interessantes und würdiges Wochenende bieten konnten. Außerdem gilt dem Ordnerdienst und den Mitorganisatoren ein Dank für ihren vollen Einsatz. Ferner bedanken wir uns bei Wehrmachtsfeldwebel Franz Gräßl für seinen Vortrag und allen Rednern, die diesen Heldengedenkmarsch deutlich prägten. Darüber hinaus gilt ganz besonders Roland Wuttke für seine Geradlinigkeit und Karl Richter für die inhaltlich fundierte Stadtführung unser Dank!

Wir sind auf jeden einzelnen Kameraden stolz, den die Pflicht am 14. November nach München rief!

Wir hoffen, im nächsten Jahr noch viel mehr Deutsche beim Heldengedenkmarsch 2010 begrüßen zu dürfen. Dieser wird am 13. November 2010 stattfinden. Weitere Informationen folgen ab Januar unter www.heldengedenken-muenchen.de!


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Eine von mehreren Verteilungen in der Aktionswoche

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Kameraden bei den Gedenkmarschvorbereitungen

Philipp Hasselbach
Philipp Hasselbach als Redner beim Heldengedenkmarsch

Ron Appelt
Ron Appelt als Redner beim Heldengedenkmarsch

Fronttranspi
Fronttransparent

Hatecrew Transpi
Transparent

AG Loerrach Transpi
Transparent

FKE KSL Transpi
Transparent

FKG Transpi
Transparent

Axel Reitz
Axel Reitz als Redner beim Heldengedenkmarsch

Sebastian Angermueller
Sebastian Angermüller als Redner beim Heldengedenkmarsch

Roland Wuttke
Roland Wuttke als Redner beim Heldengedenkmarsch

Liederabend
Liederabend nach dem Heldengedenkmarsch

Kranzniederlegung
Kranzniederlegung am Volkstrauertag

Karl Richter Stadtrundgang
Rundgang durch München mit Stadtrat Karl Richter