Der Bildungsstreik 2009 aus nationaler Sicht

Seit dem 22. Oktober sind deutschlandweit (das schließt Österreich mit ein) und im europäischen Ausland viele Universitäten besetzt worden. Gründe dafür gibt es zahlreiche.

Es sind die überfüllten Hörsäle, in denen sich Studenten zum Teil auf den Boden setzen müssen, um an Vorlesungen teilnehmen zu können, viele Fakultäten sind marode und baufällig, Personal wird eingespart oder ist unterqualifiziert und vielerorts werden Fachrichtungen eingestampft, weil die Universitäten sich diese nicht mehr leisten können.

In einer Begründung der Protestbewegung kann man dazu im StudieVZ lesen: „Öffentliche Bildungseinrichtungen geraten verstärkt unter den Zugzwang wirtschaftlicher Zwänge. Sie werden zunehmend in Wirtschaftsunternehmen umstrukturiert, in denen Studierende, SchülerInnen Lehrkräfte und sonstige Angestellte kaum noch Mitspracherechte haben. Als Reaktion [...] auf diese Entwicklungen schließen sich diverse Gruppen des „Bundesweiten Bildungsstreiks“ in Deutschland mit weiteren aktiven Bewegungen aus aller Welt zusammen, um gegen die Missstände und die Ökonomisierung von Bildung vorzugehen und für freie und emanzipatorisch ausgerichtete öffentliche Bildungssysteme zu streiten.“

In der Ostmark hat man daher angefangen zu streiken und nach einer ca. dreiwöchigen Vorbereitung hat man sich dazu entschlossen die Universitäten zu besetzen. Dies fand auch hohen Anklang: 8.000 Menschen gingen auf die Straße, um gegen die derzeitige Bildungspolitik zu demonstrieren. Dieser Protest blieb nicht ungehört und verführte mancherorts zu Solidaritätsbekundungen u. -aktionen. Somit wurden in vielen Teilen unseres Landes auch Universitätsgebäude, zum Teil mit Erfolg und zum anderen nicht, besetzt und der Streik ausgerufen. Das geschah z.B. in den Städten: Aachen, 4x Berlin, Braunschweig, Wien, Coburg, Dresden, Salzburg, Erfurt, Freiburg, Innsbruck, Göttingen,  Hamburg, Graz, Jena,  Karlsruhe, Klagenfurt, Lüneburg, 2x München, Nürnberg, Osnabrück, Potsdam, Stuttgart, Trier, Linz und Würzburg.

Drei Universitäten wurden wiederbesetzt nach erstmaligen Räumungen durch die Polizei in Bochum, Münster und Tübingen. Letztendlich wurden bisher nur 6 Unis geräumt in Bielefeld, Bonn, Duisburg, Essen, Greifswald, Marburg. Greifswald dagegen durch Selbstaufgabe, da die Studenten vor Ort sehr panlos waren und die Uni erst besetzten und sich dann Gedanken darüber gemacht haben, was sie denn nun tun wollten. Insgesamt wurden noch 4 Unis in der Schweiz, in Italien die Uni in Turin und dem Italienischen Kultusministerium, in den Niederlanden die Uni Utrecht, in Polen die Uni Lublin, in Serbien die Uni in Belgrad und letztendlich in Großbritannien die Unis in London und Birmingham besetzt.

Die Ursachen der Streiks sind nachvollziehbar und bieten genug Ansätze sich daran zu beteiligen, oder  im Rahmen dieser Proteste eigene Aktionen durchzuführen, wie es z.B. in Italien (Blocco Studentesco) der Fall ist. Antifaschisten und Kommunisten drücken diesen Protesten nur allzu gern ihren bolschewistischen Stempel auf, und sei es nur dadurch, daß wenige von ihnen ihre Fahnen auf Studentendemos mitführen. Dem gilt es Einhalt zu gebieten, denn das Gros der deutschen Studenten sind keine Kommunisten, nicht selten ist sogar das Gegenteil der Fall, werfen wir einen Blick auf die zahlreichen Burschenschaften!

Eine wahrhaft sozialistische Revolution kann nur von ehrlichen Nationalisten entfacht werden, deren Ziel es ist: Alles für Ehre, Freiheit & Vaterland – zu geben. Hierzu gehört auch die Bildung. Doch darf die Bildung nicht zum blutleeren Schema verkommen und der Weg zur Bildung keinem Volksgenossen versperrt werden! Wie würde das Herz Europas heute dastehen ohne seine großen Philosophen, seine Dichter & Denker, seinen Erfindergeist, seine einst so traditionsreichen und weltweit bekannten Universitäten?!

Identitärer Studentenblock Berlin

Quelle: http://syndikat-z.org/der-bildungsstreik-2009-aus-nationaler-sicht/

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