
Am 16. Dezember, jährte sich zum 65. Mal der erste große alliierte Luftangriff auf die Rubensstadt Siegen, der weit über dreihundert Menschen tötete und das Stadtzentrum zerstörte. Um an dieses unter den unzähligen Kriegsverbrechen der Alliierten im und nach dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern, versammelten sich am Mittwochabend rund 140 Personen am Stadthallenbad in Siegen.
Wie auch im vergangenen Jahr eröffnete man die Veranstaltung am Löhrtor des hiesigen Stadthallenbades. Die Gedenkveranstaltung konnte erst mit einiger Verspätung beginnen, da viele der Teilnehmer erst vom Hauptbahnhof in Richtung des Versammlungsortes geleitet werden mussten und die Polizei einmal mehr gründliche Kontrollen vornahm. Den ersten Redebeitrag hielt Stephan Flug, Kreisvorsitzender der NPD in Siegen-Wittgenstein, der auf historische Fakten der Zerstörung und die alliierten Absichten der Luftangriffe auf deutsche Städte einging.
Nach diesen einleitenden Worten verteilte man unter den Teilnehmern die Trageschilder, Transparente, Fahnen und Fackeln und formierte sich zu einem Gedenkzug. Aufgrund der juristischen Auseinandersetzung mit der Kreispolizeibehörde ließ sich leider nicht die angemeldete Wegstrecke wahrnehmen. Vom Versammlungsort aus, zog man rechts auf die Spandauerstraße in Richtung Hauptverkehrskreuzung, die als Begrenzung dienen musste und wo die Polizei bereits mit Absperrungen auf den Gedenkzug wartete. Ein Flutlichtfahrzeug der Polizei leuchtete den Platz der Zwischenkundgebung aus, welches nach Aufforderung des Versammlungsleiters jedoch wegen der Lautstärke abgeschaltet wurde.
Dort ging der Versammlungsleiter auf die Gründe der verkürzten Wegstrecke ein und schilderte kurz die juristische Auseinandersetzung. Die Veranstaltung musste zwischen zwei Verkehrsknotenpunkten und dem Versammlungsort begrenzt werden. Auf der anderen Seite der Hauptverkehrskreuzung fand einer der Sternmärsche der Gegendemonstranten statt. Der zweite Verkehrsnotenpunkt konnte aufgrund der einzigen Verbindung zur hauptamtlichen Feuerwache in die nördlichen Stadtteile nicht überschritten werden. Doch waren es die vollmundig angekündigten Gegenveranstaltungen, die hinnehmen mussten, dass deren Teilnehmerzahlen deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückblieben.
Nach diesen Ausführungen bekam ein Aktivist des Koordinationsnetzwerkes Ruhr-Mitte das Wort und sprach über den nationalen Kampf um Freiheit und Wahrheit, der die Aufgabe der deutschen Jugend sein müsse. Dessen Redebeitrag schloss sich ein Zeitzeugenbericht des Angriffes vom 16. Dezember 1944 auf Siegen an, der durch einen jungen Aktivisten aus dem umliegenden Sauerland verlesen wurde. Danach ließ dieser Fahnen und Fackeln senken und die Kopfbedeckungen für eine Gedenkminute der unzähligen Opfer alliierter Luftangriffe abnehmen. Als letzter Redner der Zwischenkundgebung sprach der Veranstalter aus den Reihen der Freien Nationalisten aus dem Siegerland und knüpfte an den Zeitzeugenbericht an. Nach weiteren Ausführungen über die Luftangriffe auf Siegen, erinnerte er auch an die Opfer deutscher Soldaten aus Wehrmacht, Luftwaffe und Waffen-SS, die ebenfalls an diesem Tage in den Ardennen zur letzten großen Offensive gegen die anrückenden Truppen der alliierten Streitkräfte antraten.
Zum Abschluss ging er auf die manipulierte und antideutsche Berichterstattung der Presse und Medien ein und zitierte zum Vergleich einen Auszug aus der „Siegener Zeitung“ vom 23. Dezember 1944, eine Woche nach dem verheerenden Angriff: „Unser Bekenntnis und unser Wille: … Jeder Schornstein, der sich jetzt emporreckt, wird für uns ein Mahnmal sein, jeder astlose Baumstumpf einem Fingerzeig gleichen, nicht nachzulassen, bis diese Schmach, die unserem Siegen angetan, gesühnt ist, bis jeder einzelne Deutsche, der sein Leben ließ, gerächt ist. Ein vieltausendfacher Chor der Rache!“
In eisiger Kälte bei Temperaturen von sieben Grad unter dem Gefrierpunkt, formierte sich der Gedenkzug erneut und marschierte in Richtung Abschlusskundgebung. Auf dem Rückweg hielt man jedoch nicht mehr inne und gedachte still, sondern verlieh den Worten „Kein Vergessen – Alliierten Kriegsverbrechen“ lautstark Ausdruck und wies somit auf die unzähligen Opfer und vor allem auf alliierte Kriegsverbrechen hin. Aufgrund des zeitlichen Verzuges und der klirrenden Kälte verzichtete man auf einen Teil der Strecke und hielt die Abschlusskundgebung direkt auf der Frankfurter Straße an einem Supermarkt.
Dort sprach zum Abschluss der nationale Aktivist Axel Reitz aus dem Rheinland und konnte einmal mehr trotz eisiger Kälte eine flammende Rede über das dem deutschen Volke auferlegte Schicksal halten. Er machte zudem auf die seit Jahrzehnten anhaltende Propaganda der Alliierten aufmerksam, die unserem Volke eine derartige Geschichtsverzerrung übermittelt, welch eine solche Gedenkkultur in Deutschland überhaupt erst ermöglicht. Unser Ziel müsse es sein, die Bundesrepublik durch einen nationalen und sozialistischen Staat zu überwinden. Nach diesen klaren Worten bedankte sich der Veranstalter bei den Aktivisten für deren disziplinierte Haltung trotz der widrigen Witterungsverhältnisse und wünschte allen eine gute Heimfahrt.
Der gemeinsame Pressetenor, der am nächsten Tage immer wieder entnommen werden konnte, war die Betonung des Protestes gegen Rechtsextremismus und eine deutlich geringere Teilnehmerzahl bei den Gegenveranstaltungen als man sie im Vorfeld erwartet hatte. Nun spricht man von zu hohen Erwartungen, von den eventuell zu kalten Temperaturen und von einem Gewöhnen an nationale Veranstaltungen in der Region durch die Vielzahl derer im Laufe des letzten Jahres. Sollen es im letzten Jahr noch recht frei aus der Luft gegriffene 3000 Gegendemonstranten gewesen sein, die sich vornehmlich aus den Besuchern des direkt am Ort der Kundgebung befindlichen Weihnachtsmarktes rekrutierten, so sollen es in diesem Jahr bei den drei Sternmärschen plus Kundgebung auf dem Kornmarkt vor dem Rathaus nur noch rund 500 Personen gewesen sein. Erwähnenswert ist auch die Aussage des stellvertretenden Bürgermeisters Jens Kamieth, dem es laut Presse zu denken gibt, dass die „Massenkundgebung“ im letzten Jahr erst durch die „Provokation“ der Neonazis zustande kam, was zu gleich bezeichnend und entlarvend für die plötzliche Motivation der Stadtvertreter an einer öffentlich wahrnehmbaren Gedenkveranstaltung ist.
Der antifaschistische Protest beschränkte sich am Rande der Auftaktkundgebung auf rund 100 Personen und den gewohnten Ausschreitungen linksextremer Demonstranten. Mit einem missglückten Flaschenwurf in Richtung der nationalen Gedenkveranstaltung, verletzte man schließlich eigene Teilnehmer. Auch die Vermummungen einiger Gegendemonstranten ließen ein Einschreiten der Polizei nötig werden und endeten schlussendlich laut Presse mit 9 Festnahmen und 22 Platzverweisen. Trotz der zu erwartenden Störversuche durch linke Randalierer, war das Polizeiaufgebot von rund 1000 Einsatzkräften sicherlich unverhältnismäßig hoch und übertrieben.
Rückblickend lässt sich für den Gedenk- und Protestmarsch ein positives Fazit ziehen, da eine disziplinierte und friedliche Veranstaltung mit einer für einen Mittwochabend und der eisigen Kälte hohen Teilnehmerzahl durchgeführt werden konnte. Neben der einseitigen Berichterstattung durch die Medien, konnten durch mehrere Flugblattverteilaktionen in Siegen und umliegenden Orten auch auf diesem Wege zahlreiche Bürger erreicht werden. Erfreulich ist auch die Ankündigung eines Zeitzeugen im nächsten Jahr persönlich über die Ereignisse des 16. Dezember 1944 sprechen zu wollen. Abschließend möchten wir uns noch einmal bei allen Aktivisten für Ihre Teilnahme und dem Durchhaltevermögen trotz der klirrenden Kälte bedanken und hoffen auch im nächsten Jahr eine Gedenkveranstaltung in angemessenem Rahmen durchführen zu können.
Siehe auch:
„WDR-Mediathek“ – Gedenken an Bomben in Siegen
„Siegener Zeitung“ – Den Schrecken nicht vergessen
„Siegener Zeitung“ – 1000 Polizisten hatten „rechte“ Demo unter Kontrolle
„Siegener Zeitung“ – Täglich Gedenken in Ypern
„Westfälische Rundschau“ – Zehn Festnahmen und 22 Platzverweise nach Demo
„Westfalenpost“ – Erinnern und Protest gegen Rechte gehören zusammen
„Siegener Zeitung“ – Stilles Gedenken am Dicken Turm
„Siegener Zeitung“ – Apollo erinnert theatral
„Koordinationsnetz Ruhr-Mitte“ – Siegen: Gedenken für die zivilen Bombenopfer des 16. Dezember 1944 erfolgreich durchgeführt
„Autonome Nationalisten Wetzlar“ – Trauermarsch in Siegen am 16.12.2009!
„NPD – Siegen-Wittgenstein“ – Erfolgreiche Gedenkkundgebung mit Trauer- und Protestmarsch volkstreuer Menschen in Siegen
Quelle:Freie Nationalisten Siegerland
Wir danken den Kameraden der FNSI für die zuverfügung Stellung des Berichtes