Saalveranstaltung mit Jürgen Schwab durchgeführt

Am gestrigen Donnerstag sprach der nationale Publizist Jürgen Schwab in Hamm vor rund 40 Gästen im Rahmen unserer „Volkstod stoppen“-Kampagne zum Thema „Volksgemeinschaft – aber wie?“. Dem Vortrag schloß sich eine interessante Diskussionsrunde an, in der einige wirtschaftspolitische Konzepte erörtert werden konnten.

Nachdem der Referent vom Gastgeber vorgestellt wurde, begann Schwab seinen etwa einstündigen Vortrag zum Thema „Volksgemeinschaft“. Dazu ging der Referent zunächst auf das Buch von Thilo Sarrazin ein und wies darauf hin, daß dem ehemaligen Bundesbanker und Finanzsenator zwar völkisches Denken in einigen Punkten nicht fremd sei, dies aber durch seinen „Oberschichtpatriotismus“ verdeckt würde.

Im Folgenden führte Schwab aus, die Deutschen müßten nicht mit allen Mitteln an ihrer Zahl von 80 Millionen Einwohnern festhalten, man könne sich stattdessen auch „gesundschrumpfen“. Es sei allemal besser, 40 Millionen Deutsche im Land zu haben, die den deutschen Genpool bewahren, als 80 Millionen Menschen, von denen die Hälfte einen „Migrationshintergrund“ habe.

Wie man letztendlich zur deutschen Volksgemeinschaft gelangen könne, erläuterte Schwab anhand seines Drei-Säulen-Konzeptes „Nationale Identität, Nationale Solidarität, Nationale Souveränität“. Während als ersten Schritt zur Bewahrung nationaler Identität die Ausländerrückführung als dringlichste Angelegenheit auf dem Plan stehe, gelte es weiterhin, deutsche Wesensart zu bewahren. Als ein Beispiel führte Schwab die deutsche Sprache an, die heute in Teilen der Jugend durch die so genannte „Kanak Sprak“ vergewaltigt würde.

Als einen wichtigen Teil nationaler Solidarität sprach sich Schwab für die teilweise Überwindung der heutigen Eigentumsverhältnisse aus. So sollten Betriebe ab einer bestimmten Größe nach der 3/3-Regelung jeweils zu einem Drittel in staatlichem, genossenschaftlichem und unternehmerischem Besitz sein. Dadurch könne man zu einem sinnvollen und sozial gerechten Interessenausgleich gelangen. Ferner würde allzu raffgierigen und egoistischen Unternehmern Einhalt geboten.

An dieses Thema knüpfte auch die nachfolgende Diskussionsrunde an, die sich überwiegend wirtschaftspolitischen Themen widmete. Ein Kamerad aus Münster warf zunächst die Frage auf, ob es denn wirklich sinnvoll wäre, so weit in die unternehmerische Freiheit einzugreifen und ob man dadurch nicht die Unternehmer abschrecken würde, überhaupt etwas in die deutsche Wirtschaft zu investieren. Darauf entgegnete der Referent, auch mit der 3/3-Regelung würden für Unternehmer noch genügend Anreize geboten, sich in Deutschland wirtschaftlich zu engagieren. Die heute völlig abgehobene Kapitalistenklasse müsse allerdings durch staatliche Regulierungen in ihre Grenzen gewiesen werden.

Ein Dortmunder Kamerad stellte die interessante Frage, ob die an den Gewinnen beteiligten Arbeitnehmer in Schwabs Wirtschaftskonzept auch persönlich für Betriebseinbußen einzustehen hätten, worauf als Antwort gegeben wurde, daß das Privatvermögen der Arbeitnehmer zwar unangetastet bleiben solle, die Arbeitnehmer aber trotzdem auch für ihre eventuellen Fehlentscheidungen die Mitverantwortung tragen müßten. Dem weiteren Einwand, die allzu starke Nivellierung der Löhne würde der sozialen Gerechtigkeit nicht Rechnung tragen, entgegnete Schwab, daß natürlich derjenige, der mehr leistet oder mehr Verantwortung übernimmt, auch besser entlohnt werden solle. Wo man die Gehälter dann im Endeffekt deckelt, wäre eine Frage, über die man geteilter Meinung sein könne.

Als besonders positiven Aspekt des Abends kann festgehalten werden, daß in der Gruppe eine sehr interessante Diskussion zu wirtschaftspolitischen Aspekten stattgefunden hat und jeder Teilnehmer sich seine eigenen Gedanken machen konnte, welche der diskutierten wirtschaftspolitischen Ziele er für erstrebenswert hält und welche nicht.


1 Comment

  1. Jürgen Schwab wrote
    at 14:14 - 22nd Oktober 2010 Permalink

    Ergänzung:

    Mein Modell:
    Kleinbetriebe: 1-10 Beschäftigte Personen- und Familienbetriebe.
    Mittelbetriebe: 11-500 B. drittelparitätische (Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Staat/Kommune) Entscheidungen bei strategischen Fragen (Gewinne, Managergehälter, Arbeitsplatzverlagerung, Ausländerbeschäftigung usw.).
    Großbetriebe: ab 501 B. schrittweiser Übergang zur Vollsozialisierung (Arbeitnehmerverwaltung bei staatlich-kommunalem Vetorecht). Bisherige Unternehmer wie der Herr Grupp von Trigema können sich zur Wahl als Betriebsleiter stellen.
    Banken, Versicherungen, Daseinsvorsorge: Verstaatlichung.
    Bei Verlusten in (teil-) sozialisierten Betrieben besteht die Möglichkeit, dies über vorübergehende Lohnkürzungen (und Kürzungen der Managergehälter) wieder hereinzuholen. Wenn die Arbeitnehmer sagen: “Das ist unser Betrieb!”, sind Opfer leichter zu verkraften als in “fremden” Ausbeuter-Betrieben.
    In Südamerika (Argentinien usw.) gibts Genossenschaften, wo die letzte Finanzkrise genau auf diese Weise (Lohnverzicht) überwunden wurde.

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  1. From Saalveranstaltung mit Jürgen Schwab in NRW « Sache des Volkes on 28 Okt 2010 at 20:35

    [...] Veranstaltungsbericht der Kameradschaft [...]

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  2. From Vortragsreihe von Jürgen Schwab in NRW « Sache des Volkes on 03 Nov 2010 at 09:19

    [...] Siehe auch: http://logr.org/kshamm/2010/10/15/saalveranstaltung-mit-jurgen-schwab-durchgefuhrt/ [...]

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