Natürliche Volksgemeinschaft

Wenn Menschen, die sich relativ ähnlich sind, zusammen leben, entsteht eine natürliche Ordnung, die perfekt auf diese Gemeinschaft abgestimmt ist. In dieser Ordnung findet man auch ein natürliches und unterbewußtes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Besonders deutlich tritt dieses Gefühl in Krisen- oder Notsituationen zutage. Beispiele liefert die Geschichte genug. Nehmen wir z.B. die schlimmen Naturkatastrophen in der Vergangenheit. Sofort gab es spontane Wellen der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Unbewußt sagte man zu sich selbst: „Meine Landsleute sind in Not. Ich muss ihnen helfen.“ Oder als es zu Anfang der Industrialisierung viel Not und Elend gab, entstanden viele Wohlfahrtsvereine und Nachbarschaftshilfen. (Und das lange bevor es einen Sozialstaat gab). Das alles sind Beweise für das Vorhandensein einer natürlichen Volksgemeinschaft.

In jüngster Zeit durften wir einen weiteren Beweis erleben: In England brachen Rassenunruhen aus und die staatliche Ordnungsmacht war nicht willens und/oder fähig, der Lage Herr zu werden. Die Engländer mußten feststellen, daß der Staat in einem seiner wichtigsten Kernbereiche, nämlich Leben, Freiheit und Eigentum seiner Bürger zu schützen, versagte. Daraufhin bildeten sich Bürgerwehren. Der Engländer erkannte: „Der Staat will uns nicht schützen. Also müssen wir nun zusammenstehen, um unsere Familien und Häuser zu schützen.“ Daraufhin organisierten sie den Selbstschutz. Auch das ist ein Beweis für die natürliche Volksgemeinschaft.

Dieses Beispiel lieferte uns jedoch noch weitere Beweise: In England wurden Dinge wie Nationalstolz und Heimatverbundenheit, wie in vielen anderen Ländern auch, verteufelt, während man Dinge wie Gleichmacherei und die „multikulturelle Gesellschaft“ verherrlichte. Doch durch die Rassenunruhen wurde mit einem Schlag deutlich, daß weder Gleichmacherei und Multikulturalismus, noch die Verteufelung von Nationalstolz und Heimatverbundenheit dauerhaft funktionieren. Die jahrzehntelange Systempropaganda wurde von heute auf morgen wirkungslos.

Doch auch in einer anderen Hinsicht wurde deutlich, wie die Propaganda seitens des Staates mit einem Schlag wirkungslos werden kann: Die besagten Bürgerwehren bestehen hauptsächlich aus normalen Bürgern, Mitgliedern der „English Defence League“ und Hooligans. Sowohl die Mitglieder der EDL als auch die Hooligans gelten als „Rechtsextremisten“. Und sie werden in England genauso verteufelt und kriminalisiert wie man es hierzulande kennt. Als jedoch die Rassenunruhen ausbrachen, erkannte man in genau diesen „Rechtsextremisten“ die einzige Kraft, die willens und fähig ist, den Mißständen Herr zu werden. Man erkannte sie als einzig sinnvolle Alternative zum herrschenden System.

Fazit: Wir sehen, wie schnell die Systempropaganda wirkungslos werden kann. Und dann kommt das Prinzip der natürlichen Volksgemeinschaft zur Geltung. Ferner erkennen die Menschen, wer eine sinnvolle Alternative ist. Dazu braucht es noch nicht einmal eine aufwendige Propagandamaschinerie, sondern einfach nur das Zusammengehörigkeitsgefühl der natürlichen Ordnung.

Nina Ritter, Jahrgang 1978, ist freie Publizistin und schreibt auf www.hamm.nw.am eine zweiwöchentlich erscheinende Kolumne


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