Anti-Antifa

In den Jahren vor der Gründung der Kameradschaft Hamm 2003 traten die organisierten Antifaschisten im Stadtgebiet offen und selbstsicher auf. Regelmäßig wurde auf Flugzetteln für antifaschistische Aktivitäten geworben, inklusive genauem Datum und Uhrzeiten ihrer damaligen wöchentlichen Treffen im Jugendzentrum Südstraße. Sie wußten, daß sie mangels organisierter nationaler Opposition in Hamm nichts zu befürchten hatten, doch diese Zeiten sind lange vorbei. In jüngster Vergangenheit ist es extrem ruhig um die antifaschistische Szene in Hamm geworden. Zeit für einen Rückblick und eine Analyse der derzeitigen Lage für die Antifa in unserer Stadt.

An dieser Stelle soll keine vollständige Chronik aller antifaschistischen Aktionen in Hamm wiedergegeben werden, sondern eine Retrospektive unter Einbeziehung der wichtigsten Antifa-Aktivitäten in den Jahren seit Gründung der Kameradschaft Hamm.

Als sich 2003 parteifreie Nationalisten in Hamm zu organisieren begannen, gab es für die Antifa sofort jede Menge zutun. Auf die erste angemeldete nationalistische Demonstration seit 1945 in Hamm im Juni 2003 antworteten die Linksextremisten erwartungsgemäß mit einer Gegendemonstration. Mittels Unterstützung von Grünen und DKP kamen zur Gegendemo ca. 200 Personen. Zu dieser Zeit war die Antifa Hamm im Vergleich zu heute noch relativ stark, sie verfügte über eine verläßliche aber dennoch überschaubare Menge mobilisierbarer Aktivisten. Eine zu dieser Zeit im Weltnetz auftretende „Jugendantifa Hamm“ entfaltete jedoch keinerlei eigene Aktivitäten. Einen ersten Aufschrei bei den Linkskriminellen gab es dann Ende 2003, als sich kurzzeitig eine „Anti-Antifa Hamm“ über’s Weltnetz vorstellte und einige Protagonisten der linksextremistischen Szene Hamms enttarnte und öffentlich bloßstellte.

Für den 17. Januar 2004 wurde wieder eine nationale Demonstration in Hamm angekündigt und die Antifa rief erneut dazu auf, diese Veranstaltung zu verhindern. Als sich zwei Tage vor der Demo zwei Nationalisten in der näheren Umgebung eines antifaschistischen Koordinierungstreffens im Haus der „vereinten Dienstleistungsgewerkschaft“ aufhielten, wurden sie in einem Hinterhof von 15 Antifaschisten mit Schlagstöcken krankenhausreif zusammengeschlagen. Nach dem Überfall bot das ver.di-Haus auf der Bismarckstraße den Antifaschisten Schutz vor der Polizei. Der Nationale Widerstand reagierte auf diesen Übergriff mit einer weiteren Kundgebung am 21.01.2004 auf dem Bahnhofsvorplatz. In den Tagen und Wochen nach dem Überfall bekamen die Linksextremisten dann die Antwort: Wann immer auch ein Antifaschist im Hammer Stadtgebiet von Nationalisten gesehen und erkannt wurde, gab es für ihn einen Platzverweis, fast täglich heulte die Antifa auf ihrem Weltnetzportal „Indymedia“ über die „Nazi-Hochburg“ Hamm, in dem es für Antifaschisten keine Sicherheit mehr gäbe, sogar von einer „national befreiten Zone“ war die Rede. Roter Terror konnte eben nur mit Gegenterror bekämpft werden, und dieser war für die Antifa anscheinend so einprägend, daß es seitdem bis heute in Hamm keinen einzigen antifaschistischen Überfall auf Nationalisten mehr gegeben hat.

Schon ab dem Jahr 2004 traten bei der Antifa Hamm erste deutliche Zerfallserscheinungen auf. Die Antifa machte sich nur noch öffentlich bemerkbar, wenn nationale Demonstrationen im Stadtgebiet angekündigt waren. Fortan konnte die Antifa also kaum noch agieren, sondern nur noch reagieren. Eine Demonstration des Nationalen Widerstandes am 28. Januar 2005 in Hamm war dann unsere erste öffentlichkeitswirksame Aktion, bei der es überhaupt keine Gegendemonstration mehr gegeben hat.

Im Sommer 2005 kam es zur Gründung einer obskuren „WASG-Antifa“, einem Zusammenschluß zwischen der damals noch nicht mit der Linkspartei fusionierten „Wahlalternative für soziale Gerechtigkeit“ und dem übriggebliebenen Rest der einstigen Antifa Hamm. Gemeinsame Aktivitäten hat es seitdem jedoch nicht gegeben. Im Oktober 2005 veröffentlichte ein „Antifaschistisches AutorInnenkollektiv“ eine 20-seitige Broschüre mit dem Namen „Einblicke in die Strukturen des organisierten Neonazismus in Hamm und Umgebung“. Dieses Heftchen war die bislang beste Werbebroschüre für den Nationalen Widerstand in Hamm – sogar mit Verweis auf unsere damalige Weltnetzseite. Diese Broschüre war das beste Geschenk, das uns die Antifa je machen konnte. Deshalb an dieser Stelle noch einmal „Danke!“ liebe Antifa für diese kostenlose Werbung! Eine witzige Anekdote hierzu: Ende 2005 trafen sich Antifaschisten aus Hamm manchmal in der Gaststätte „Lamberti-Klause“ in Hamm-Süden – zur gleichen Zeit war diese Kneipe auch unser Sturmlokal.

Ein kurzes Gastspiel durfte Frederick Müller mit seiner „Sozialistischen Antifaschistischen Vereinigung“ (SAVE) erleben. Er polemisierte im Weltnetz fleißig gegen alles Nationale in Hamm und Umgebung. Weil ihm das aber irgendwann zu langweilig wurde und Freddy Müller keine Mitstreiter gewinnen konnte, schloß er sich dann doch lieber der örtlichen Linkspartei an.

Durch interne Streitigkeiten zerrissen, verlor die Antifa mehr und mehr an Aktionskraft. Am 22. Mai 2006 gab es nochmal eine Kundgebung, die maßgeblich von dem damals 17-jährigen Lars Schwieren aus Ostwennemar mitorganisiert wurde. Auch das ist ein Zeichen dafür, daß die jüngere Generation der Antifaschisten die Sache in die Hand genommen hat und die Älteren komplett abgetreten sind. Trotz Unterstützung des Oberbürgermeisters kamen zu dieser Kundgebung nur etwa 60 Leute. Die Junge Union (Jugendorganisation der CDU) wurde von Schwieren sogar unter Vorspielung falscher Tatsachen gelockt: Als die Vertreter der JU dann merkten, daß Antifaschisten die Kundgebung organisiert hatten, verzichteten die Jung-Konservativen auf ihren vorgesehenen Redebeitrag. Sie hätten sich damit auch unglaubwürdig gemacht: Auf der Weltnetzseite der JU Hamm wird nämlich ein „Aussteigerprogramm für Antifaschisten“ angeboten.

Die bislang letzte Antifa-Aktion fand im Januar 2007 statt: Ein Gegen-Rechts-Konzert im Hoppegarden mit 200 Besuchern. Wir können davon ausgehen, daß die meisten Besucher sowieso nur wegen der Musik kamen und eigentlich gar keine Lust auf das Anti-Rechts-Gequatsche hatten.

Nur allzu gerne kündigte die Antifa Hamm auf Plakaten großspurig an, „Naziaufmärsche“ verhindern zu wollen. Bislang kamen sie nichtmal ansatzweise dazu. Von den zehn angemeldeten und durchgeführten nationalen Demonstrationen gelang es der Antifa nicht ein einziges Mal, unsere Demos zu stören. Trotz Unterstützung aus bürgerlichen Kreisen gelang es der Antifa sogar meistens nicht, bei Gegendemonstrationen auf die gleiche Teilnehmerzahl wie wir zu kommen.

Wir schreiben das Jahr 2008. Was ist los mit der Antifa?

Man kann zurzeit zwar noch eine Weltnetzseite der „Antifa Hamm“ bestaunen, aber die wird nur alle paar Monate aktualisiert – eigene Artikel bringen sie gar nicht mehr zustande. Wir können getrost davon ausgehen, daß es die Antifa Hamm nur noch in der virtuellen Welt gibt. Es sieht derzeit wirklich traurig aus mit der linksradikalen Szene in Hamm. Was aber nicht heißen soll, daß es in unserer Stadt überhaupt keine Antifaschisten mehr gibt: Noch immer reisen Teilnehmer aus Hamm zu Anti-Rechts-Demos in anderen Städten. Am 1. Mai 2007 beteiligten sich Hammer Antifaschisten am Barrikadenbau auf Dortmunder Gleisstrecken, um die Anreise zur nationalen Großdemonstration zu behindern. Außerdem beteiligten sich Antifas aus Hamm im Dezember letzten Jahres an einer Demonstration in Unna gegen die alljährliche NPD-Weihnachtsfeier.

Der Antifaschismus in Hamm ist also noch nicht komplett ausgestorben. Die letzten Protagonisten sollen hiermit kurz vorgestellt werden: Der mittlerweile 19-jährige Lars Schwieren aus Ostwennemar wurde oben bereits erwähnt. Er sorgt für die Verbreitung von Plakaten gegen nationale Demonstrationen und gehört gewissermaßen zum harten Kern, sein Bruder André ist ebenfalls antifaschistisch aktiv. Weitere Protagonisten sind Malte Wegner und Niklas Partu aus Heessen, dazu gesellt sich die 20-jährige Lena Paetsch aus Werries.

Wenn es um Antifaschismus in Hamm geht, dürfen wir auch die 19-jährige Lara Wunder aus dem Hammer Osten nicht unerwähnt lassen. Sie ist die wahrscheinlich politischste unter allen. Aber auch ihr Weltbild ist noch nicht gefestigt: Früher vertrat sie antideutsche Positionen und setzte sich sogar gegen das Tragen von Palästinenser-Tüchern ein. Vor Kurzem hat sie allerdings in einer linken Weltnetz-Gemeinschaft eine Gruppe namens „Anti-Antideutsch – gegen Imperialisten!“ gegründet. Außerdem ist sie Veganerin und auf Demonstrationen für das Tierrecht aktiv – deshalb hat sie auch weniger Zeit für antifaschistische Aktivitäten. Trotzdem hat sich Wunder nach und nach zu einer Führungsperson unter Hammer Antifas entwickelt. Sie versucht außerdem, junge unpolitische Leute zu ködern und mit auf Anti-Rechts-Demonstrationen zu schleppen.

Was ein Problem der Antifaschisten in ganz Deutschland ist, das tritt auch in Hamm auf: Die Antifaschisten geben zwar vor, ganz genau zu wissen, wogegen sie sind, aber nicht wofür. Ihr Weltbild ist nur von „Antis“ geprägt – noch nie konnte ein Hammer Antifaschist erklären, was für eine Welt er eigentlich anstrebt. Und spricht man die Antifaschisten mal persönlich drauf an, müssen sie auch eine Antwort schuldig bleiben. Wir haben gegenüber der Antifa also einen großen Vorteil im Streit um die richtige Lebensanschauung.

Wunder ist ebenfalls Mitglied der Weltznetz-Gruppe „Gewalt gegen NAzidreck“, wo sich schonmal erwachsene Antifaschisten darüber unterhalten, wie man einen 14-jährigen Nationalisten am Besten zusammenschlagen kann. In Hamm wird Lara Wunders Forderung nach Gewalt gegen Nazis ein Traum bleiben. Dafür werden wir schon sorgen.

Zu guter letzt noch ein direktes Wort an die Antifa:

„Wenn ihr begreift, worum es geht, kämpfen wir mit Euch, wenn nicht ohne Euch und wenn es sein muß gegen Euch!“ – Ernst Röhm

Jahresbilanz 2008:

Keine antifaschistischen Aktivitäten in Hamm festgestellt.

Jahresbilanz 2009:

Eine organisierte Antifa-Gruppe existiert in unserer Stadt auch zum Jahreswechsel 2009/10 nicht und sie würde von der nationalen Bewegung auch nicht geduldet werden. Diese Lücke versuchen allerdings die Kommunisten der SED/PDS/Linkspartei und die Rosa-Luxemburg-Fetischisten von den „Jungen Sozialdemokraten“ zu füllen.

Drei Vortragsveranstaltungen wurden von diesem „Bündnis Hamm stellt sich quer“ im vergangenen Jahr organisiert, die jeweils nur unter massivem Polizeischutz und begleitet von Protesten der nationalen Bewegung stattfinden konnten. Im Januar und im Mai fanden diese Veranstaltungen in den Räumen der (mittlerweile umgezogenen) Zentralbibliothek auf der Ostenallee statt. Mal durfte eine jüdische Deserteurin Krokodilstränen vergießen, ein andern mal weinten die Linksextremisten dem von nationalgesinnten Freikorps niedergeschlagenen „roten Ruhraufstand“ von 1920 nach. Begleitet wurden diese Aktionen jeweils von etwa 20-25 nationalen Aktivisten, die vor dem Gebäude Flugblätter an Passanten und potentielle Teilnehmer der Veranstaltungen verteilten. Das Demokratieverständnis der Linksextremisten zeigt sich beispielhaft an einem Kommentar eines Jonas Fischer auf der Netzseite der nur virtuell auftretenden „Antifa Hamm“: „Es ist eine inakzeptable Zumutung, dass Neonazis ungestört ihre menschenverachtende Hetze und Glorifizierung des Nationalsozialismus verbreiten können, während in der Bücherei eine alte Antifaschistin, deren Familie in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet wurde, über ihre Erfahrungen spricht. Die Polizei hat nicht den Eindruck erweckt, dass sie die Veranstaltung und ihre Besucher vor den Neonazis angemessen schützen wollte.“ Den Schlußpunkt dieser Serie von Saalveranstaltungen, zu denen jeweils 20-50 Personen anreisten, bildete im September 2009 ein Vortrag des linksextremen „Historikers“ Kurtz Pätzold im AWO-Bürgerkeller, der mit Halbwahrheiten und dreisten Unterstellungen den Zuhörern den Nationalen Sozialismus madig zu machen versuchte. Besonders interessant war, daß der Juso-Vorsitzende Justus Moor seine „Politikfähigkeit“ dadurch unter Beweis stellte, daß er sich mit vermummten Linkschaoten aus dem Kreis Unna an einem vor dem Gebäude aufgebauten Infostand präsentierte. Auch an diesem Tag kam es zu Protesten seitens der nationalen Bewegung, woraufhin sich die Linksextremisten in dem Keller verschanzten und sich nur mit Polizeischutz zurück zum Bahnhof trauten.

Eine von den stadtbekannten Linksextremisten aus dem Umfeld der Linkspartei Frederick Müller und Andreas Reinhardt initiierte „Anti-Waffen-Demo“ am Westentor schlug fehl, da sich außer den 30 „üblichen Verdächtigen“ von Linkspartei, Jusos und Grüner Jugend kein Bürger für die Hetze gegen das u. a. auch Waffen in seinem Sortiment führende Tabak-Geschäft „PW Tobacco“ interessierte. Daß die Genossen es mit ihrem Pazifismus allerdings nicht so ernst nehmen, demonstrierten sie erst kurz vorher bei einer spontanen Kundgebung gegen eine NPD-Veranstaltung in Herringen, wo bei zwei Demonstranten verbotene Teleskop-Schlagstöcke sichergestellt worden waren.

Jungsozialisten und Linkspartei-Kommunisten veranstalteten außerdem am 17. August letzten Jahres einen „Infostand gegen Rechts“. Auch hier stellten die Gebrüder Justus und Steffen Moor samt ihrer Genossen unter Beweis, wie sie sich seriöse Politik vorstellen: Sie standen Dosenbier-saufend und vom Rausch benebelt affektiert herumhampelnd auf dem Bahnhofsvorplatz.

Fazit:

Die vom „Bündnis Hamm stellt sich quer“ organisierten Veranstaltungen, die keine bis wenig Außenwirkung nach sich ziehen, nimmt die nationale Bewegung immer wieder gerne zum Anlaß, mit Informations-Material und öffentlicher Präsenz eine Gegenöffentlichkeit zum antideutschen Zeitgeist herzustellen. Die in den vergangenen Jahren noch vereinzelt auftretenden Linksextremisten aus dem „Antifa“-Umfeld haben sich mittlerweile entweder sinnvolleren Dingen zugewandt oder sind, wie Lara Wunder (Bochum-Dahlhausen) und Andreas Reinhardt (Münster), aus Hamm verzogen.

Hamm ist und bleibt unsere Stadt. Dem Antifaschismus werden wir auch im Jahr 2010 keinen Fußbreit Platz in unserer Stadt lassen.

Dafür stehen wir mit unserem Namen.

Hamm (Westf.), im Februar 2010,

Kameradschaft Hamm

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