Andere Länder, andere Sitten…

London: Während Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit eine „Willkommenskultur für Einwanderer“ fordert, sieht Groß Britannien zu, diese Willkommenskultur auf Sparflamme zu halten.
So meldet heute die BERNER ZEITUNG, dass die neue britische Regierung beabsichtigt „die Anzahl der Einwanderer zu verringern, die aus Nicht-EU-Ländern kommen. Lediglich 24.100 Migranten, die auf der Insel arbeiten wollen, werden von Juli bis April 2011 zugelassen.“
Das sind fünf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr, wie aus Innenministeriumskreisen verlautete. Allerdings beeilt man sich außerdem mitzuteilen, dass Das Ziel „der neuen Immigrationspolitik“ nicht darin bestünde Einwanderung insgesamt zu reduzieren, sondern einen «Ansturm» zu verhindern. Man will ja schließlich nicht allzusehr politisch anecken, aber immerhin ein Anfang ist es allemal.
Und außerdem heißt es in dem Bericht: „Innenministerin Theresa May will die neuen Massnahmen am Montag mit konkreten Zahlen verkünden, die zwischen Konservativen und Liberaldemokraten bei den Koalitionsverhandlungen festgelegt worden waren. Die Regierungskoalition hatte schon damals verkündet, künftig die Einwanderung aus Nicht-EU-Ländern strenger limitieren zu wollen.
Für Migranten, die von ihrer Firma zu einer Filiale in Grossbritannien geschickt werden, gibt es jedoch keine Einschränkungen. 2008 kamen 163′000 Migranten nach Grossbritannien. 2007 waren es noch 233′000.“
Interessanterweise hält sich die deutsche Medienlandschaft bedeckt mit der Meldung, möglicherweise um zu verhindern, dass man sich hierzulande allzu eigenständige Gedanken darüber machen könnte ob das was für die Briten nicht auch für die Deutschen gut sein kann.
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